So viele Menschen ohne deutschen Pass leben in Thüringen
Von Annett Gehler
Erfurt - Nach dem starken Zuzug der vergangenen Jahre hat sich die Zahl der in Thüringen lebenden Ausländer zuletzt weitgehend stabilisiert.
Ende 2025 waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 187.990 Menschen ohne deutschen Pass im Freistaat registriert. Das waren nur 225 beziehungsweise 0,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 2024 hatte es noch einen deutlichen Zuwachs von 3,8 Prozent gegeben. Zu den Gründen für die Entwicklung machte das Statistische Landesamt keine Angaben.
Die meisten der im Freistaat ansässigen ausländischen Staatsangehörigen kommen der Auswertung des Ausländerzentralregisters zufolge mit 37.465 Menschen aus der Ukraine. Ihre Zahl stieg im Vergleich zu 2024 um 870 Menschen oder 2,4 Prozent.
Dahinter folgten Syrer – deren Zahl um 810 auf 22.280 sank. Das entspreche einem Rückgang von 3,5 Prozent, hieß es. Auch die Zahl der 15.085 polnischen Staatsangehörigen habe um zwei Prozent abgenommen.
Regional lebten die meisten Ausländer weiterhin in Erfurt (27.785). Die wenigsten ausländischen Staatsangehörigen gab es demnach im Landkreis Hildburghausen (3295).
Das Ausländerzentralregister erfasst alle in Deutschland lebenden Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Veränderungen ergeben sich laut amtlicher Statistik insbesondere durch Zu- und Fortzüge, Geburten, Sterbefälle sowie durch Einbürgerungen.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa
