Sonnenfinsternis in Thüringen: An diesem Tag solltet Ihr Euch einen guten Platz suchen

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Von Annett Gehler

Jena/Sonneberg - Wer die partielle Sonnenfinsternis am Abend des 12. August in Thüringen beobachten will, muss sich einen guten Platz suchen.

Am 12. August gibt es eine partielle Sonnenfinsternis in Thüringen. (Symbolfoto)
Am 12. August gibt es eine partielle Sonnenfinsternis in Thüringen. (Symbolfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das Himmelsereignis vor dem Sonnenuntergang stellt selbst eingefleischte Sterngucker vor Herausforderungen. Die partielle Finsternis beginnt im Freistaat erst ab etwa 19.15 Uhr - zu einem Zeitpunkt also, an dem die Sonne schon sehr tief am Westhorizont steht. Wer von Bäumen oder Häusern umgeben ist, hat daher kaum eine Chance für die Beobachtung.

"Ich rate allen, die die partielle Sonnenfinsternis gerne sehen möchten, sich einen freien Blick zum Horizont zu ermöglichen - aus der Stadt heraus, weg von Bäumen, am besten auf eine Erhöhung mit freier Sicht nach Westen", empfiehlt der Direktor der Thüringer Landessternwarte Tautenburg (Saale-Holzland-Kreis), Markus Roth.

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Sonne und Erde und verdeckt so das Sonnenlicht. In Deutschland wird der Mond die Sonne am 12. August nicht vollständig bedecken - es ist eine partielle Finsternis.

Himmelsereignis nicht überall sichtbar

Das Maximum der Bedeckung variiert je nach Standort in Thüringen leicht. In Jena beispielsweise ist das Maximum der Bedeckung gegen 20.11 Uhr zu erwarten - das offizielle dortige Ende der Finsternis gegen 21.02 Uhr ist allerdings nicht mehr zu erleben, da die Sonne dann bereits untergegangen ist.

Die Volkssternwarte Urania in Jena bietet für Interessierte eine gemeinsame Beobachtung auf einem Hügel bei Coppanz südwestlich der Stadt - mit freiem Blick über das Saaletal nach Westen. Das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg etwa plant, ein Stück vom Gelände entfernt Teleskope aufzustellen und verbindet die Sonnenfinsternis mit seiner jährlichen Sternschnuppennacht.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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