Thüringen: Ohne ausländische Fachkräfte geht es nicht mehr in der Pflege

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Von Annett Gehler

Rositz - Knapp 29 Prozent der ausländischen Pflegekräfte in Thüringen stammen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union.

Ausländische Fachkräfte sind ein wichtiger Baustein für die zukünftige Versorgungssicherheit in der Pflegebranche in Thüringen. (Symbolfoto)
Ausländische Fachkräfte sind ein wichtiger Baustein für die zukünftige Versorgungssicherheit in der Pflegebranche in Thüringen. (Symbolfoto)  © Friso Gentsch/dpa

Ende 2025 arbeiteten mehr als 4330 ausländische Beschäftigte sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen im Freistaat, wie die für Thüringen zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit berichtete. Davon kamen mehr als 1240 aus dem außereuropäischen Ausland. Die meisten davon stammten aus Vietnam (337), den Philippinen (164) und Indien (152).

Im Vergleich zum Jahr 2020 hat sich damit den Angaben nach die Zahl der ausländischen Pflegekräfte aus Drittstaaten um 870 erhöht. In der Pflege sei die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland ein zentraler Baustein, um die Versorgung langfristig zu sichern, betonte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens.

"Die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland ist ein entscheidender Hebel gegen den zunehmenden Fachkräftemangel" erklärte er. Damit Thüringen als Arbeitsort attraktiv bleibe, brauche es eine gelebte Willkommenskultur in den Betrieben.

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Ohne die Unterstützung ausländischer Beschäftigter würde die Pflegebranche vor größeren personellen Engpässen stehen. Hintergründe sind der seit 2017 demografisch bedingte Rückgang bei deutschen Beschäftigten sowie ein wachsender Fachkräftemangel, der sich durch Zuwanderung aus anderen EU-Ländern allein nicht mehr ausgleichen lässt.

Insgesamt waren Ende 2025 in Thüringen 82.398 Ausländer sozialversicherungspflichtig beschäftigt - mehr als die Hälfte davon aus Ländern außerhalb der EU. Zwischen 2020 und 2025 hat sich deren Zahl von 21.164 auf 46.422 mehr als verdoppelt, ein Anstieg von 119 Prozent.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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