Was ist da los? Sechs Wildunfälle in knapp zwei Stunden im Raum Gotha
Von Daniel Josling
Gotha - Sechs Wildunfälle innerhalb von knapp zwei Stunden haben die Polizei im Raum Gotha beschäftigt.
Wie die Beamten mitteilten, ereigneten sich die Unfälle am späten Mittwochabend unter anderem bei Tonna, Emleben, Stadtilm und Großbreitenbach. Verletzt wurde niemand, an allen beteiligten Autos entstand Sachschaden.
Gerade in den Abend- und Nachtstunden sowie in den frühen Morgenstunden ist das Risiko für Wildunfälle besonders hoch. Die Polizei rät Autofahrern deshalb, Warnschilder vor Wildwechsel ernst zu nehmen und ihre Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anzupassen.
Taucht ein Wildtier am Fahrbahnrand oder auf der Straße auf, sollten Fahrer kontrolliert abbremsen und hupen. Fernlicht kann die Tiere zusätzlich irritieren und sollte deshalb ausgeschaltet werden. Wichtig sei außerdem: Ein Tier komme selten allein. Wer ein Reh die Straße überqueren sieht, müsse mit weiteren Tieren rechnen.
Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr verhindern, empfiehlt die Polizei, das Lenkrad festzuhalten, die Spur zu halten und möglichst stark zu bremsen. Riskante Ausweichmanöver könnten schwerere Folgen haben als die Kollision mit dem Tier.
Nach einem Wildunfall sollten Autofahrer zunächst die Unfallstelle absichern und anschließend Polizei oder Jagdpächter verständigen. Für die Versicherung stellt die Polizei gegen Gebühr eine Wildunfallbescheinigung aus. Zudem kann es hilfreich sein, Schäden und Unfallspuren zu fotografieren. Tote Wildtiere dürfen nicht mitgenommen werden.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
