Washington D.C. (USA) - War es echtes Publikumsinteresse oder wurde da kräftig nachgeholfen? Kaum ein Kinostart wird derzeit so heiß diskutiert wie die Premiere der 75-Millionen-Dollar-Dokumentation "Melania" von Amazon MGM Studios.
Wie das Newsportal Deadline berichtet, schrieb der Film über Melania Trump (55) bereits zur Premiere schwarze Zahlen und erreichte mit sieben Millionen Dollar (ca. 5,9 Millionen Euro) Startumsatz einen neuen Rekord in der Kinogeschichte.
Der bisherige Spitzenreiter "After Death" aus dem Jahr 2023 erzielte rund fünf Millionen Dollar (ca. 4,2 Millionen Euro). Einige Prognosen vermuteten bei der Dokumentation "Melania" einen etwas zurückhaltenderen Andrang - dem war offenbar nicht so.
Doch bereits kurz nachdem der Film die Startlöcher verlassen hatte, kamen Gerüchte in Umlauf. Waren die Kinos wirklich voll oder halfen da etwa Gruppentickets und Sonderaktionen nach?
Amazon MGM gab sich bei der Vermarktung ordentlich Mühe. Wie Deadline schreibt, flossen rund 35 Millionen Dollar (ca. 29,5 Millionen Euro) ins Marketing. So wurde "Melania" beispielsweise während der NFL-Übertragungen eingeblendet.
Die Dokumentation "Melania" verschlang über 75 Millionen Dollar (ca. 63 Millionen Euro)
Viele Kino-Liebhaber zeigten sich über die Dokumentation und die damit einhergehende Beliebtheit überrascht.
So schrieb ein User auf X: "Die Einwohner Washingtons gehören vermutlich nicht zur Zielgruppe von Melania – das zeigt sich auch an den wenigen Tickets, die bisher für die Premiere verkauft wurden".
Doch auch die Bewertungen auf "IMDb" lassen viel Platz für Zweifel. Von ganzen zehn Sternen erreichte der Film gerade einmal 1,2 Punkte. Über 80 Prozent waren von der Dokumentation enttäuscht.
Es ist also kein Wunder, wenn einige Film-Kenner den Andrang hinterfragen.
Denn: Wie kann ein Film wirtschaftlich so erfolgreich sein, wenn er bereits 40 Millionen Dollar (ca. 34 Millionen Euro) an Lizenzgebühren und weitere 35 Millionen (ca. 29 Millionen Euro) an Marketingkosten verschlungen hat?