Oscar-Hoffnung für Deutschland: Berliner Regisseurin könnte Geschichte schreiben

Von Julia Kilian

Berlin - Mit ihrem Film "In die Sonne schauen‘" hofft Filmemacherin Mascha Schilinski (42) auf den kleinen Goldjungen, der am 16. März in Los Angeles verliehen wird. Schon am Samstag geht es um den Europäischen Filmpreis – am 22. Januar könnte dann die Oscar-Nominierung folgen.

Für Regisseurin Mascha Schilinski (42) könnte bald eine Oscar-Nominierung anstehen.
Für Regisseurin Mascha Schilinski (42) könnte bald eine Oscar-Nominierung anstehen.  © Jens Kalaene/dpa

In einer Berliner Altbauwohnung steht sie und fragt sich, wer wohl vor ihr hier gelebt hat. Diese Frage begleitet Mascha Schilinski seit ihrer Kindheit – und sie zieht sich nun wie ein roter Faden durch ihren Film "In die Sonne schauen", der gerade international für Furore sorgt.

In ihrem Film geht es um vier Frauen, vier Generationen, einen Bauernhof in der Altmark und Traumata – und trotzdem prägen Sinnlichkeit und schwarzer Humor den Film.

Seit der Auszeichnung in Cannes steht Schilinski im internationalen Rampenlicht. "Ich habe schon gar keinen Jetlag mehr", erzählt sie, "es gibt einfach keine Zeit mehr – passend zum Thema des Films."

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1984 in Berlin geboren, mit Stationen im Zirkus und auf Europas Straßen, taucht Schilinski in ihrem Werk auf die Suche nach Wahrhaftigkeit ein: "Beim Filmemachen mag ich, dass man auf den Grund einer Wahrheit taucht. Nicht etwas vorgaukelt, sondern zeigt, was wirklich ist."

"In die Sonne schauen" wurde bereits auf die Oscar-Shortlist gesetzt, kämpft um den Europäischen Filmpreis – und könnte als bester internationaler Film Geschichte schreiben. Für Schilinski selbst ist es das große Geschenk: ein Film, den sie selbst immer haben wollte, gegen alle Widerstände.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

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