Vom "Kino-Retter" zum Mega-Flop: Tom Cruise erlebt bitterste Pleite seiner Karriere an Seite von deutschem Film-Star
Los Angeles - Vor vier Jahren wurde Tom Cruise (64) wegen des Post-Corona-Erfolgs von "Top Gun: Maverick" noch als Retter Hollywoods gefeiert, nun die große Ernüchterung: Der neuste Film mit dem eigentlichen Action-Star ist ein brutaler Flop - womöglich der größte in der Karriere des Ehrenoscar-Gewinners.
Seit einigen Tagen läuft "Digger" weltweit in den Kinosälen - doch die bleiben bei den Vorstellungen der satirischen schwarzen Komödie größtenteils leer!
Laut dem Branchenportal Variety hat der Streifen von Regisseur Alejandro González Iñárritu (63), in dem auch Sandra Hüller (48) zu sehen ist, an seinem ersten (langen) Wochenende 20 Millionen Dollar (17,8 Mio. Euro) eingespielt - und das bei Kosten von Berichten zufolge bis zu 180 Millionen Dollar!
Schon jetzt scheint klar: "Digger" wird wohl keinen Gewinn erwirtschaften - im Gegenteil. Warner Bros. dürfte eines der größten Minusgeschäfte seiner Studiogeschichte ins Haus stehen!
Um im Plus zu landen, müsste der Film - Marketing- und andere Kosten mit eingerechnet - mehr als 350 Millionen Dollar einspielen. Es droht ein Verlust von 100 bis 200 Millionen Dollar.
Der wenig aussagekräftige Trailer, die durchwachsenen Kritiken sowie die schlechte Mundpropaganda könnten Gründe des Flops sein. Tom Cruise ist in der Komödie in starker Maske und kaum zu erkennen, tritt nicht als Action-Star in Erscheinung - und sein Name alleine scheint nicht zu reichen, um die Leute ins Kino zu bewegen.
Tom Cruise spielt als "Maverick" 1,5 Milliarden ein - und verliert wohl 100+ Millionen als "Digger"
In "Digger" spielt Cruise den gleichnamigen mächtigsten Mann der Welt. Dieser hat es sich zum Ziel gemacht, der Menschheit zu beweisen, dass er ihr Retter ist - bevor eine Katastrophe, die Digger Rockwell selbst ausgelöst hat, alles vernichtet.
Doch sehen will das kaum jemand. Dabei wurde Cruise im Sommer 2022 noch als Retter des Blockbuster-Films bezeichnet, nachdem "Top Gun: Maverick" 1,5 Milliarden Dollar eingespielt hatte (der erfolgreichste Film in der Karriere des 64-Jährigen) und die Post-Corona-Angst der Branche etwas lindern konnte. Auch seine nächsten beiden Filme (aus der "Mission: Impossible"-Reihe) waren erfolgreich.
Jetzt allerdings muss Cruise sich wohl eingestehen, dass eher seine Stunts als sein Schauspiel bei seinen Fans gefragt sind. Ebenfalls verwunderlich: Mit Iñárritu war ein Zweifacher-Oscargewinner ("Birdman" und "The Revenant") für "Digger" verantwortlich. Doch der Star-Regisseur traf den Zeitgeist mit seiner schwarzen Komödie offenkundig überhaupt nicht.
Auch für den Mexikaner dürfte es der bitterste Flop seiner bisherigen Regie-Laufbahn werden.
Titelfoto: Montage: Warner Bros. Pictures, picture alliance/dpa/Paramount Pictures

