Dermot Kennedy begeistert bei Konzert mit Musik, ganz viel Gefühl und wenigen Worten

Hamburg - Am Dienstagabend begeisterte der irische Singer-Songwriter Dermot Kennedy (31) seine Fans in der Hamburger Barclays-Arena. Nicht nur seine ausdrucksstarke Stimme sorgte bis in die Nacht für Begeisterungsstürme.

Dermot Kennedy (31) bei einem Konzert in der Verti Music Hall in Berlin.
Dermot Kennedy (31) bei einem Konzert in der Verti Music Hall in Berlin.  © imago/Martin Müller

Kurz vor 20 Uhr. Der Innenraum der Barclays Arena füllte sich langsam. Zwar wird die Halle am Dienstagabend nicht aus allen Nähten platzen, aber das tat der Stimmung auch auf den Rängen keinen Abbruch.

Den Anfang machte Support Miya Folick (33) und leitete den Konzertabend mit ihrer teils enorm hohen, aber immer kraftvollen Stimme ein. Sie, ihre Gitarre, ihre Band und ein bisschen Licht. Mehr brauchte die Amerikanerin mit teils japanischen Wurzeln nicht.

So richtig tanzen wollte zwar zunächst niemand, aber die ein oder andere kreisende Hüfte oder nickende Köpfe waren dann doch zu beobachten.

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30 Minuten lang wärmte Folick mit Songs wie "Nothing to See" oder "Get out the House" das Publikum auf und wurde mit begeistertem Applaus belohnt.

Nach rund 40 Minuten Umbauzeit war es dann endlich so weit. Das Bühnenlicht veränderte sich, es blieb dennoch düster. Ein Morsezeichen-ähnliches Piepen ertönte. Stimmung wie auf einem U-Boot. Streicher. Ein Klavier gesellte sich dazu.

Dann begann es zu dröhnen, ein Wummern geradezu. Drummer Micheál Quinn - der sich an dem Abend noch einen tosenden Applaus abholte - legte los. Deutlichere Streicher. Der Druck stieg. Licht aus, Kennedy legte los. "Blossom"!

Es folgte "Power over me" und das Publikum zeigte sich textsicher.

Dermot Kennedy in Hamburg: Lichtermeer aus Handys ließ die Barclays-Arena strahlen

Erst nach einer Handvoll Songs richtete sich Kennedy mit einer kurzen Begrüßung direkt ans Publikum. Bedankte sich für den Support. Schon ging es weiter. Eindringlich, immer wieder mit geschlossenen Augen und mit ganz viel Gefühl schmetterte der 31-Jährige seine Songs den Fans entgegen. Er griff zur Gitarre, spielte am Piano. Erklärte ein, zwei Songs, hielt sich aber sonst zum größten Teil relativ bedeckt.

Auch das obligatorische Lichtermeer aus Hunderten, gar Tausenden Handys durfte selbstverständlich nicht fehlen. Die Arena strahlte fast so hell, als ob jemand einen großen Lichtschalter angeknipst hätte. Aber nur fast. "Beautiful", fand auch der 31-Jährige.

Und dann war ganz plötzlich alles wieder vorbei. Ohne Vorwarnung spielte Kennedy seinen Hit "Something to Someone" und verabschiedete sich mit Dank aber zügig inklusive seiner Band von der Bühne.

Titelfoto: imago/Martin Müller

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