Frau sammelt für Hospiz, bittet Rammstein um Hilfe: Mit dieser Antwort hat sie nicht gerechnet!

Müritz - Das Warener Hospiz in Mecklenburg-Vorpommern muss trotz Corona 50.000 Euro an Eigenmitteln aufbringen - für das Pflegestätte eine unmögliche Aufgabe. Eine Mitarbeiterin bat die Band Rammstein um Hilfe. Und die Musiker reagierten prompt.

v.l.n.r.: Sänger Till Lindemann, Gitarrist Paul H. Landers, Gitarrist Richard Kruspe, Bassist Oliver Riedel und Schlagzeuger Christoph Schneider der Band Rammstein.
v.l.n.r.: Sänger Till Lindemann, Gitarrist Paul H. Landers, Gitarrist Richard Kruspe, Bassist Oliver Riedel und Schlagzeuger Christoph Schneider der Band Rammstein.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der NDR berichtet, gelingt es dem Hospiz normalerweise durch regelmäßige Veranstaltungen, die fünfstellige Summe zusammenzubekommen -  doch diese sind in Zeiten der Corona-Pandemie undenkbar.

Damit ihre Arbeitsstätte nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerät, entschied sich eine Mitarbeiterin für einen etwas ungewöhnlichen Schritt: Sie bat Rammstein um Hilfe!

Pflegefachkraft Katharina Wennmann kontaktierte das Management ihrer Lieblingsband und erhielt schnell eine Antwort.

So wurde ihr mitgeteilt, dass man derzeit zwar keine Spendengelder sammeln könnte, da die Tour der Band auf das nächste Jahr verschoben wurde, helfen wolle man aber dennoch gern.

Gesagt, getan: Die Deutschrocker rund um Frontsänger Till Lindemann schickten dem Hospiz eine von den Bandmitgliedern handsignierte Ausgabe ihrer Notensammlung "Rammstein: XXI Notenbuch Klavier" zu.

Fans können auf eBay rare Notensammlung von Rammstein für guten Zweck ersteigern

Die Band um Frontsänger Till Lindemann hat dem Warener Hospiz eine rare Notensammlung zukommen lassen.
Die Band um Frontsänger Till Lindemann hat dem Warener Hospiz eine rare Notensammlung zukommen lassen.  © Axel Heimken/dpa

Diese bietet Wennmann nun auf dem Online-Auktionshaus eBay an. 

Noch bis zum 13. Oktober 2020 können Fans mitbieten, die Rarität ersteigern und gleichzeitig sogar noch etwas Gutes tun. 

Derzeit liegt das Höchstgebot bei 6000 Euro. Das dürfte in den kommenden Stunden aber noch einmal ordentlich ansteigen.

"Das ist mehr, als ich erwartet hatte", sagt Katharina Wennmann, die ihre Lieblingsband nun wohl sogar noch ein bisschen lieber mag.

Derzeit gibt es in dem norddeutschen Hospiz zehn Plätze. 

95 Prozent der Kosten werden durch die Krankenkassen getragen, fünf Prozent muss der Träger, das DRK, selbst aufbringen. 

Die Band Rammstein, die ihre Wurzeln ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern hat, kann nun einen großen Teil dazu beisteuern.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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