Engelke und Pastewka erklären: So gehen sie mit schmerzhaften Erfahrungen um
Berlin - Anke Engelke (60) und Bastian Pastewka (54) leihen im neuen Film "Glennkill: Ein Schafskrimi" zwei Schafs-Detektiven ihre Stimmen. Wie die Zusammenarbeit des Kult-Duos ablief und wie unterschiedlich man mit schwierigen Erfahrungen umgehen kann, haben sie nun verraten.
Im Film müssen die von ihnen synchronisierten Schafe einen Kriminalfall lösen – doch wie ticken die beiden privat: eher Team "Alles wissen" oder doch lieber schnell verdrängen?
"Also Desinformation ist das Schlimmste. Und wir haben nicht die Fähigkeit wie die Schafe, abends schlafen zu gehen und den Tag vergessen zu haben. Ich glaube, das ist ganz gut", erklärt Pastewka gegenüber TAG24 auf der Premiere in Berlin.
Was wir tun und erleben, mache uns als Menschen aus, betont er. Auch Engelke ist überzeugt, dass wir aus dem, was uns im Leben passiert, lernen können. "Ich finde es schwierig, zu verdrängen oder zu vergessen, nur um zu sagen: Dann ist es weg", macht die 60-Jährige deutlich.
Für sie würde Schlechtes geschehen und zum Leben dazugehören. "Sich damit auseinanderzusetzen, finde ich super. Das auch mal in eine Schublade zu packen und zu sagen: Wart mal ein paar Jahre und irgendwann hole ich dich wieder raus", so die Komikerin.
Für sie sei es wichtig, sich die Trauer und den Schmerz irgendwann noch einmal anzusehen, um zu reflektieren, wie man damit umgeht.
Anke Engelke und Bastian Pastewka waren getrennt im Studio - aus gutem Grund
Seit den 1990er-Jahren sind die zwei als eines der prägendsten Comedy-Duos Deutschlands bekannt – vor allem durch gemeinsame Sketche in "Die Wochenshow" und als Volksmusik-Duo in den Rollen von Wolfgang und Anneliese Funzfichler. Nicht auszuschließen, dass es am jetzigen Set auch den ein oder anderen Lacher gab.
"Wir haben glücklicherweise nicht zusammen im Synchronstudio gestanden. Allerdings aus technischen Gründen, das wird eigentlich immer so gemacht", stellt Pastewka klar.
Auch wenn sie sich blind verstehen und sicher einige Witze möglich gewesen wären, mussten sie sich ganz auf ihre Rollen konzentrieren. Daher sei das getrennte Arbeiten völlig normal und kein Problem gewesen.
"Dadurch konnten wir uns auch weder korrigieren noch verbessern. Das machen wir dann nach dem Film", so der 54-Jährige.
"Glennkill: Ein Schafskrimi" kommt ab dem 14. Mai deutschlandweit in den Kinos.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

