Christian Ulmen führte als Jugendlicher Sex-Telefonate: "Die haben ein schönes Erlebnis bekommen"
Berlin - Telefonsex als Zeitvertreib? Christian Ulmen (50) soll als Jugendlicher Männer getäuscht haben, indem er sich als jemand anderes ausgab und von seinen Gesprächspartnern Geld für erotische Telefonate verlangte.
Im ARD-Podcast "Hörbar Rust" enthüllte Christian Ulmen bereits 2022 im Gespräch mit Moderatorin Bettina Rust (58), dass er als Jugendlicher Sex-Telefonate geführt habe.
Er berichtet, dass er sich damals als Frau ausgegeben habe, um gegen Bezahlung mit Männern zu telefonieren. Dazu habe er 0190er-Nummern genutzt, sich als Frau dargestellt und sich mit Anrufern verbinden lassen.
"Ich habe die Männer nicht ausgebeutet, die haben von mir ein schönes Erlebnis geschenkt bekommen", betonte der 50-Jährige.
Für das Sex-Gespräch habe er 30 Mark verlangt. "Sie wussten nicht, dass sie mit einem 14-jährigen Jungen sprechen, sie dachten, sie sprechen mit einer Lady", so der TV-Star.
Seit Donnerstag lässt sich das kaum noch als bloße Jugendsünde abtun, denn seine Exfrau Collien Fernandes beschuldigt Ulmen, hinter der Verbreitung gefälschter Nacktfotos und Videos zu stecken.
Vom Telefonstreich zum Skandal: Collien Fernandes zeigt Christian Ulmen an
Er habe erkannt: Wurde das Gespräch abrupt beendet, war der Anrufer zum Höhepunkt gekommen. "Das habe ich wahnsinnig spannend gefunden", erklärte Ulmen.
Außerdem habe er Freunden demonstriert, wie er die Gespräche führte – es sei regelrecht zu einem Party-Gag geworden. Das Ganze endete damit, dass in einer Nacht bei einem Freund Telefonkosten von 2800 Mark entstanden.
Daraufhin kam alles raus. "Und meine Mutter sagte wirklich zu mir: Von dem Geld hättet ihr auch Nutten kaufen können", witzelte er damals noch.
Ob diese jugendlichen Fantasien und "Späße" im Schauspieler heute noch nachwirken? Am Donnerstag machte Collien Fernandes öffentlich, dass ihr Exmann alles gestanden haben soll.
Die Verbreitung der gefälschten Nacktfotos habe ihm Lust bereitet. "Es habe ihn geil gemacht, mich jahrelang zu erniedrigen", so die Schauspielerin. Sie habe ihren Exmann aufgrund dessen angezeigt.
Titelfoto: Ursula Düren/dpa (Bildmontage)
