Collien Fernandes zeigt Ex-Mann Christian Ulmen an: Ricarda Lang wird deutlich
Berlin - Im Zuge der schweren Vorwürfe von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen (50) hat sich auch Ricarda Lang (Grüne, 32) deutlich positioniert.
Auf Instagram bezog die Grünen-Politikerin Stellung zur entbrannten Debatte.
"Not all men. Solche Kommentare liest man gerade unter vielen Posts zur Tortur, die Collien Fernandes durchlebt hat", eröffnete sie ihre Videobotschaft.
Zwar seien "nicht alle Männer Täter", doch unterstrich Lang: "Aber die Täter sind in den meisten Fällen Männer." Besonders stößt ihr auf, dass viele Reaktionen relativierend wirken: "Wenn du solche Kommentare schreibst, solltest du dich vielleicht mal fragen, warum dein erster Impuls ist, zu überlegen, wie man das Gehörte relativieren und nicht verhindern kann."
Ferner unterstrich die 32-Jährige: "Sexualisierte Gewalt ist kein Einzelfall. Sie ist strukturell", woraufhin sie Konsequenzen forderte: "Für mich als Politikerin heißt das Gesetz, es so zu ändern, dass sie Frauen wirklich schützen."
Abschließend rief sie dazu auf: "Nicht wegschauen, nicht kleinreden, nicht relativieren", und erklärte: "Volle Solidarität mit Collien Fernandes."
Ricarda Lang schaltet sich in die Debatte um Collien Fernandes und Christian Ulmen ein
Ricarda Lang "fehlen die Worte"
Auch auf X meldete sich Lang ebenfallszu Wort: "Mir fehlen die Worte dafür, wie schlimm das ist, was Collien Fernandes passiert ist. Ihr mutiger Schritt an die Öffentlichkeit zeigt Betroffenen, dass sie nicht allein, geschweige denn schuld sind. Das Ganze hat System. Die Scham muss die Seiten wechseln. Und wir müssen Gesetzeslücken schließen, die Frauen schutzlos zurücklassen."
Nach Informationen des Magazins "Spiegel" soll Collien Fernandes Strafanzeige gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen (50) gestellt haben.
Noch vor einer Woche war die Schauspielerin in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" zu Gast und erzählte von den schweren Vorwürfen, die sie am Donnerstag in den sozialen Medien konkretisierte. Der Vorfall schlägt medial hohe Wellen.
Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa, Markus Lenhardt/dpa (Bildmontage)
