Meißen/Bodensee - Die Ohrwürmer "Moskau" und "Dschingis Khan" laufen noch heute auf 70er- und 80er-Partys rauf und runter. Doch nun ist die Stimme des Gründers und Frontmanns der Kultband "Dschingis Khan", Wolfgang Heichel, für immer verstummt.
Wie sein Management auf der Instagram-Seite des Sängers am Donnerstag bekannt gab, ist Heichel bereits am 20. Januar im Alter von 75 Jahren gestorben. "Der Khan von 'Dschingis Khan' klopfte an die Himmelstür und trat ein. Aber er lebt in seiner Musik weiter", heißt es in dem Beitrag. Demnach sei die 70er-Musikikone "unerwartet" in ihrem Haus verschieden.
Heichel wurde am 4. November 1950 im sächsischen Meißen geboren. Im Alter von drei Jahren zog er mit seiner Familie nach West-Berlin, später nach Melsungen bei Kassel.
Nach mehreren abgebrochenen Studiengängen widmete sich der gebürtige Sachse verstärkt der Musik. 1979 wurde die Band "Dschingis Khan" gegründet und vom Hitproduzenten Ralph Siegel (80) zusammengestellt.
Mit ihren beiden Hits "Moskau" und "Dschingis Khan" feierte die Band, die aus zwei Frauen und vier Männern bestand, nationale und internationale Erfolge.
Beerdigung soll bereits am Mittwoch stattgefunden haben
1985 kam es zur Auflösung der Originalformation. Einige der Mitglieder versuchten, als Solo-Künstler an alte Erfolge anzuknüpfen - auch Heichel stand ab 2018 für einige Jahre als "Dschingis Khan" wieder vermehrt auf der Bühne.
Heichel ist das dritte Mitglied der Band, das nun nicht mehr lebt. Louis Potgieter starb bereits 1994 im Alter von nur 43 Jahren an den Folgen einer AIDS-Erkrankung. Steve Bender verstarb 2006 an Lungenkrebs in München und wurde 59 Jahre alt.
Laut Informationen der Bild habe Heichel zuletzt am Bodensee gelebt. Beerdigung und Trauerfeier für Familie und Freunde hätten bereits am Mittwoch stattgefunden.