Berlin - Der Wal-Wahnsinn hat Deutschland fest im Griff. Das Thema beherrscht seit Wochen die Schlagzeilen. Nun hat eine Berliner Rockband den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal "Timmy" musikalisch verwurstet.
Die Gruppe Tulpe veröffentlichte den rund zweiminütigen Titel "Sprengt den Wal", der mit bewusst überspitzten und teils drastischen Textzeilen arbeitet. Darin heißt es unter anderem, man solle den Wal "wegmachen" und "Wal-Salami regnen" lassen.
Die Band setzt dabei auf satirische Überzeichnung und gesellschaftskritische Anspielungen, auch mit politischen Bezügen.
So bekommt der amtierende US-Präsident sein Fett weg: "Frag' mal jemand Donald Trump, ob der ihn nicht sprengen kann, sag' ihm: 'Timmy ist ein erdölreiches Land'".
In den sozialen Medien und auf YouTube verbreitete sich das Lied in Windeseile, eines der Videos wurde bislang 4,7 Millionen Mal angeklickt. Der Song spaltet allerdings die Gemüter: Während einige Nutzer den Humor der Band feiern, kritisieren andere den Beitrag als geschmacklos.
Frontmann Joachim Foerster erklärte, man habe den Song zunächst ohne größere Absicht geschrieben, sei dann aber vom unerwartet großen Echo überrascht worden. Kontroversen und auch negative Kommentare gehörten für die Band zum Alltag.
René "Redo" Dost fiel Fake News zum Opfer
"Rockmusik und Tiere haben ja eine gewisse Tradition. Ozzy Osbourne hat einer Fledermaus den Kopf abgebissen, wir wollten das Ganze einfach ein bisschen weiter denken und sowieso immer schon mal etwas in die Luft sprengen. Plötzlich lag der Wal da", erzählte Foerster dem Kölner Privatsender "RTL".
Es ist allerdings nicht das erste Lied, das Timmy ein Denkmal setzt. Im Netz kursieren bereits zahlreiche KI-Songs, unter anderem von Valkyra-Solara. Hinter der KI-Sängerin steckt eine Frau, die sich online Kitty Rockabella nennt und ihre Lieder selbst schreibt.
Auch René Dost (59) sorgte zuletzt ungewollt für Aufsehen. Der Gastro-Gigant, besser bekannt als Redo, wurde Opfer von Fake News. Es wurde das Gerücht in die Welt gesetzt, er wolle den Buckelwal zu XXL-Fischstäbchen verarbeiten.