"Ich sagte immer wieder 'Nein'": Mutmaßliches Weinstein-Opfer schildert Vergewaltigung

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New York (USA) - Im neu aufgerollten Prozess um den gefallenen Filmproduzenten Harvey Weinstein (74) lassen die Aussagen der Hauptbelastungszeugin Jessica Mann (40) aufhorchen. Den zweiten Tag infolge trat Mann in den Zeugenstand und schilderte Details ihrer mutmaßlichen Vergewaltigung durch Weinstein.

Jessica Mann (40) trat am Dienstag erneut vor dem Gericht in Manhattan in den Zeugenstand.
Jessica Mann (40) trat am Dienstag erneut vor dem Gericht in Manhattan in den Zeugenstand.  © CHARLY TRIBALLEAU / AFP

Im Zentrum ihrer Aussage am Dienstag stand der 18. März 2013. Der Tag, an dem der einstige Hollywood-Mogul die angehende Schauspielerin im Doubletree Hotel in Midtown Manhattan vergewaltigt haben soll.

In Tränen aufgelöst, schilderte die heute 40-Jährige vor Gericht den gewaltvollen Angriff, wie New York Post berichtet. Ihrer Aussage zufolge habe Weinstein sie mit seinem Körper aufs Bett gedrückt und während des Übergriffs ihre Handgelenke fest über ihren Kopf gepresst.

"Ich sagte immer wieder 'Nein' und versuchte zu fliehen", erinnerte sich Mann. "Er behandelte mich einfach so, als gehörte ich ihm." Doch dies soll nicht der einzige Übergriff von Seiten Weinsteins gewesen sein.

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Noch im selben Jahr soll er die damals 27-Jährige erneut vergewaltigt haben, wobei sie unter seinem schweren Körper sogar das Bewusstsein verloren haben soll.

Laut dem Los Angeles Magazine saß der einstige Produzent während Manns Aussage mit blassem Gesicht in seinem Rollstuhl, soll ihren Schilderungen dabei aufmerksam zugehört haben, während er sich fest an ein Buch klammerte.

Hollywood-Produzent Harvey Weinstein (74) ist erneut wegen Vergewaltigung angeklagt. Er plädierte auf nicht schuldig.
Hollywood-Produzent Harvey Weinstein (74) ist erneut wegen Vergewaltigung angeklagt. Er plädierte auf nicht schuldig.  © Richard Drew/POOL AP/AP/dpa

Trotz sexuellen Übergriffs: Jessica Mann hielt Kontakt zu Harvey Weinstein

Nach der Vergewaltigung habe Jessica Mann dennoch den Kontakt zu Weinstein gehalten, wie sie vor Gericht weiter erklärte. In einer E-Mail an ihn schrieb sie sogar, sie freue sich ihn bald wiederzusehen. Mann begründete ihr Verhalten mit der Angst vor "Vergeltungsmaßnahmen" und von Weinstein auf eine "schwarze Liste" gesetzt zu werden.

Weinstein hätte sich innerhalb kürzester Zeit von einer Hollywood-Ikone in einen "launischen Bengel" verwandeln können, der aus einer Mücke einen Elefanten machte, wenn er seinen Willen nicht bekam, so Mann weiter. Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll der Prozess fortgesetzt werden.

Titelfoto: Bildmontage: CHARLY TRIBALLEAU / AFP / Richard Drew/POOL AP/AP/dpa

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