KI generierte Nacktbilder von ihr im Internet? Ex von Elon Musk erhebt schwere Vorwürfe

New York (USA) - Die Situation rund um Elon Musks (54) Plattform X und den dort eingesetzten KI-Chatbot "Grok" spitzt sich weiter zu. Im Zentrum der Kritik steht inzwischen Ashley St. Clair (27), die Mutter seines Kindes Romulus (1).

Ashley St. Clair (27) und Elon Musk (54) lernten sich erstmals im Mai 2023 kennen.
Ashley St. Clair (27) und Elon Musk (54) lernten sich erstmals im Mai 2023 kennen.  © Fotomontage/Instagram/asc.sys/ALLISON ROBBERT / AFP

Die 27-Jährige wirft Musk und dem sozialen Netzwerk vor, ohne ihr Einverständnis sexualisierte Bilder von ihr erzeugt zu haben – darunter Darstellungen aus ihrer Kindheit, berichtete BBC. Für St. Clair sei das ein "massiver Eingriff in ihre Privatsphäre" gewesen.

Doch was ist so kontrovers an dem neuen Chatbot? X-Nutzer konnten bislang kostenlos mit dem KI-Tool Personen digital "entkleiden" oder in sexuelle Szenarien versetzen – und das ganz ohne ihre Zustimmung.

"Ich habe klar gesagt, dass ich damit nicht einverstanden bin", schilderte die Mutter im BBC-Gespräch. Dennoch habe die Plattform KI-Bilder erstellt, auf denen sie "praktisch nackt und erniedrigt dargestellt" worden sei.

Elon Musk: Wikipedia-Zeitalter vorbei? Elon Musk will mit eigenem Internet-Lexikon "die Wahrheit" verbreiten
Elon Musk Wikipedia-Zeitalter vorbei? Elon Musk will mit eigenem Internet-Lexikon "die Wahrheit" verbreiten

Besonders schockierend seien für sie die Darstellungen aus ihrer Jugend gewesen. "Das fühlt sich wie ein Übergriff an", erklärte sie weiter.

Die 27-Jährige sehe die Verantwortung eindeutig bei Musk und der Plattform. "Das könnte sofort beendet werden", sagte St. Clair und machte deutlich, dass nur eine einzige Anweisung alles stoppen könne.

Grok ist eine von Elon Musks KI-Firma entwickelte künstliche Intelligenz, die direkt in X integriert ist.
Grok ist eine von Elon Musks KI-Firma entwickelte künstliche Intelligenz, die direkt in X integriert ist.  © NICOLAS TUCAT / AFP

Elon Musk ist sich keiner Schuld bewusst: Die Aussagen seien "nur ein Vorwand für Zensur"

Auf die konkreten Schilderungen von St. Clair ging Elon Musk (54) bislang öffentlich nicht ein.
Auf die konkreten Schilderungen von St. Clair ging Elon Musk (54) bislang öffentlich nicht ein.  © ANDREW HARNIK / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

St. Clair kritisierte zudem, dass X nicht entschieden genug gegen illegale Inhalte vorgehen würde. "Wenn so etwas möglich ist, läuft etwas grundlegend falsch", stellte sie klar.

Elon Musk selbst wies die Vorwürfe zurück. Auf der Plattform schrieb er, die Kritik an Grok sei "nur ein Vorwand für Zensur". So werde die "freie Meinungsäußerung unterdrückt", erklärte Musk.

X reagierte diesbezüglich mit einigen Einschränkungen und machte Teile der Bildbearbeitung kostenpflichtig. Für die Ex von Musk ist dieser Schritt jedoch nicht genug.

Elon Musk: "Deutschland ist kaputt": Elon Musk macht weiter Stimmung für AfD
Elon Musk "Deutschland ist kaputt": Elon Musk macht weiter Stimmung für AfD

"Das ändert nichts an dem Schaden, der bereits entstanden ist", sagte Romulus Mutter und fügte hinzu, dass sie niemanden ihr Schicksal wünsche.

Titelfoto: Fotomontage/Instagram/asc.sys/ALLISON ROBBERT / AFP

Mehr zum Thema Elon Musk: