Nach Twitter-Umfrage: Nutzer fordern Elon Musks Rücktritt!

San Francisco (USA) - Der Tech-Milliardär Elon Musk (51) hat Twitter-Nutzer in einer Umfrage abstimmen lassen, ob er Chef des Kurznachrichtendiensts bleiben soll.

Musk (51) schrieb auf Twitter, dass er sich den Ergebnissen der Umfrage beugen werde. Die Nutzer haben abgestimmt: 57,5 Prozent sind für seinen Exit.
Musk (51) schrieb auf Twitter, dass er sich den Ergebnissen der Umfrage beugen werde. Die Nutzer haben abgestimmt: 57,5 Prozent sind für seinen Exit.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

"Soll ich als Chef von Twitter zurücktreten? Ich werde mich an die Ergebnisse dieser Umfrage halten", schrieb er in der Nacht zu Montag auf Twitter. Die Nutzer konnten mit "Ja "oder "Nein" abstimmen.

Zuvor hatte es massive Kritik an Twitter gegeben, nachdem das Online-Netzwerk erklärt hatte, seinen Nutzerinnen und Nutzern künftig nicht mehr zu erlauben, ihre Präsenz auf bestimmten Konkurrenz-Plattformen zu bewerben - darunter Facebook, Instagram oder Mastodon.

Musk versprach in einem weiteren Tweet, größere Änderungen der Richtlinien für die Plattform künftig ebenfalls zur Abstimmung zu stellen. "Ich bitte um Entschuldigung. Wird nicht wieder vorkommen."

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Die neue Richtlinie gegen die Konkurrenz-Plattformen gilt Twitter zufolge sowohl für Tweets als auch für die Biografie des eigenen Accounts.

Die Umfrage ist beendet: So haben Twitter-User jetzt abgestimmt!

Bisher hat sich Musk noch nicht zum Ergebnis der Umfrage geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob der Twitter-Chef nun sein Wort hält und tatsächlich abtritt.

Grundlegende Änderungen im Umgang mit anderen Social-Media-Plattformen

Nach der Bekanntgabe neuer Twitter-Richtlinien und der Sperrung von Journalisten-Accounts wächst die Kritik an Elon Musk weiter.
Nach der Bekanntgabe neuer Twitter-Richtlinien und der Sperrung von Journalisten-Accounts wächst die Kritik an Elon Musk weiter.  © Noah Berger/AP/dpa

In Zukunft werde Twitter keine kostenlose Werbung für bestimmte Social-Media-Plattformen auf Twitter mehr zulassen, hieß es. Musk hatte Twitter im Oktober übernommen und setzt bei dem Online-Dienst seitdem seine Vorstellungen durch.

Twitter hatte seit Donnerstag zudem die Accounts mehrerer prominenter US-Journalisten gesperrt. Die Sperrungen waren nach Angaben der Betroffenen ohne Vorwarnung erfolgt. Ein Großteil der Accounts wurde zwar mittlerweile wieder freigeschaltet - die Kritik an dem Vorgehen war aber riesig.

Viele Nutzerinnen und Nutzer bewarben daraufhin - aber auch schon zuvor - den Twitter-Konkurrenten Mastodon als Alternative.

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Musk hatte sich in der Vergangenheit immer als Vorkämpfer für Meinungsfreiheit präsentiert. Auf Twitter propagierte er schließlich Verschwörungstheorien und nutzte die Plattform, um in seinen Tweets für die US-Republikaner zu werben.

Der Online-Dienst hatte sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Kommunikationsplattform entwickelt: Auf der ganzen Welt nutzen Regierungen, Behörden und Politiker Twitter für ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Erstmeldung 9.34 Uhr, zuletzt aktualisiert 12.36 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Noah Berger/AP/dpa, Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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