Madrid/Wien - Erst vor wenigen Tagen teilte Emmy Russ (27) ein Video von einer Beauty-OP. Die Influencerin ließ sich die Haut straffen und Fett absaugen. Nun reagiert eine österreichische Neurowissenschaftlerin auf das aus ihrer Sicht problematische Posting.
Dr. Sophie Imhof (29) reagiert häufiger auf Werbung von Influencerinnen, die sich mit Nahrungsergänzungsmitteln, Beauty-Produkten oder Operationen befassen.
Mit ihren Clips macht die Österreicherin auf mutmaßliche Fehler und Falschaussagen aufmerksam und unterstützt ihre Einordnung mit wissenschaftlichen Studien.
So auch bei Emmy Russ. Imhof nennt gleich mehrere Gründe, wieso sie eine solche Kooperation als problematisch einstuft.
Zum einen sei das die Vermittlung eines Körperbildes, das besonders junge Frauen negativ beeinflusst.
Zum anderen zeigen laut ihrer Aussage Studien zu Körperdysmorphie, dass Menschen, die sich immer wieder unter das Messer legen, ihren Körper zunehmend verzerrt wahrnehmen und sich auf vermeintliche Makel immer mehr fixieren.
Emmy Russ fliegt sofort zurück nach Madrid: zu wenig Regeneration nach einer OP?
Zwar stellte sie auch klar, dass jeder natürlich selbst über seinen Körper entscheiden könne. Mit einer Figur wie Emmy Russ für eine Fettabsaugung zu werben, sei aus ihrer Sicht aber absolut verwerflich.
"Solche Werbung suggeriert immer wieder, dass wir den ganzen Tag etwas an uns etwas optimieren müssten: Das ist absoluter Schwachsinn! Unser Körper ist ein Wunderwerk und es ist unvorstellbar, dass wir hier gesund stehen dürfen. Andere können das nicht", so Imhof weiter.
Auch dass die Reality-TV-Darstellerin einen Tag nach der Operation sofort zurück in den Flieger nach Madrid stieg, kritisiert die Wissenschaftlerin. Regenerieren im Flugzeug sei keine gute Idee.
"Es gibt Studien - in Istanbul wurde das viel untersucht -, die zeigen, dass die Komplikationsraten steigen können, wenn du unter anderem zu wenig regenerierst."