Unabhängigkeit wichtiger als Trauschein: Iris Berben hat "keinen Grund für Ehe" gesehen

Von André Stahl

Berlin - Die Schauspielerin Iris Berben (75) hat sich bewusst gegen die Ehe entschieden – und steht auch heute noch voll hinter dieser Entscheidung.

Schauspielerin Iris Berben (75) und ihr Partner Heiko Kiesow (65) bei der Eröffnung der diesjährigen Berlinale.  © Britta Pedersen/dpa

Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland blickt Berben auf ihre Prägung zurück: "Ich bin in den 60er Jahren sozialisiert und politisiert worden.

Wir wollten uns vom Elternhaus und Großelternhaus absetzen – von festgefahrenen, verkrusteten Normen, von einer Generation, die keine Verantwortung übernehmen wollte für das, was geschehen war".

Für sie sei klar gewesen: "Ehe war für mich das Letzte, was ich mir vorstellen konnte", sagte die Schauspielerin, die seit rund 20 Jahren mit Heiko Kiesow (65) liiert ist.

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Ein Grund dafür war auch die damalige Gesetzeslage. "In den 60ern musstest du noch deinen Ehemann fragen, ob du arbeiten darfst als Frau. Von diesem Korsett wollten wir uns befreien."

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Und dabei ist sie geblieben. "Ich bin jetzt 75 und habe immer noch nicht geheiratet", ergänzte sie. "Ich habe keinen Grund für eine Ehe gesehen. Der Unabhängigkeitsgedanke ist mein Leben lang geblieben." Eines stellt Berben aber klar: Sie sei keine Ehegegnerin – nur eine überzeugte Verfechterin ihrer eigenen Freiheit.

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