Jericoacoara (Brasilien) - Vor wenigen Tagen wendete sich Gisele Oppermann (39) mit einem verzweifelten Hilferuf an die Presse, weil sie in ihrer Wahlheimat von der brasilianischen Polizei aufs Revier mitgenommen wurde. Nun steht der Ex-Dschungelcamperin ein unangenehmes Gerichtsverfahren bevor. Doch neben allem Negativen gibt es auch eine erfreuliche Nachricht.
Grund für das ganze Drama war ein Nachbarschaftsstreit. Demnach habe ein Mieter seine Unterkunft nicht verlassen wollen.
Nun gibt es konkretere Details: Wie Oppermann der Bild preisgab, werde ihr Diebstahl vorgeworfen. Dabei gehe es um vier Holzbretter im Wert von 30 Euro, die die 39-Jährige angeblich entwendet haben soll. Oppermann bestreitet die Vorwürfe.
Eine ganze Nacht musste das ehemalige Model in einer Zelle des Gefängnisses in Acaraú verbringen. Am Morgen des 3. November wurde die gebürtige Brasilianerin in Handschellen zum Gerichtstermin abgeführt.
Neben Polizeibeamten und einigen Presseleuten wartete aber noch jemand anderes auf Oppermann: Leandro, ihr neuer Freund. Die beiden lernten sich am Strand kennen.
Gisele Oppermanns Freund wohnt schon bei ihr
Der 29-Jährige verkaufte dort Churrasco-Spezialitäten und Grillfleisch. "Als ich letztes Jahr hierher ausgewandert bin, war ich fast täglich bei ihm am Strand. Für meine Tochter habe ich einen Fleisch- oder Garnelenspieß gekauft und für mich einen Käsespieß", erzählt die GNTM-Bekanntheit.
Gefunkt habe es jedoch erst sechs Monate später. Als Oppermann Leandro bat, sie nach Hause zu fahren, hätten sie sich noch bei einem Zwischenstopp auf einer Düne die Sterne angesehen: "Wir haben viel geredet und uns verliebt." Zwei Tage später sei der zehn Jahre jüngere Brasilianer schon bei ihr eingezogen!
Immerhin scheint der junge Mann seine Partnerin auch in schweren Zeiten zu unterstützen. "Er war die ganze Zeit an meiner Seite, bis ich in die Zelle musste. Da durfte nur mein Anwalt kurz zu mir", erzählt Oppermann.
"Er hat drei Stunden vor der Wache auf mich gewartet, um mich eine Minute zu sehen, wie ich mit Handschellen ins Auto gebracht wurde", ergänzt sie.
Ex-Model unter Auflagen wieder frei
Zwar ist Oppermann inzwischen wieder unter Auflagen auf freiem Fuß. Zu Ende ist der Rechtsstreit aber noch nicht, denn die Staatsanwaltschaft entscheidet über den weiteren Verlauf. Für die Anwaltskosten habe die Mutter einer zwölfjährigen Tochter bereits rund 3000 Euro ausgegeben.
"Ganz ehrlich: Obwohl ich die Bretter nicht genommen habe, hätte ich lieber die 30 Euro bezahlt, als eine Nacht in der Zelle verbringen zu müssen und jetzt diese Anwaltskosten zu haben", echauffiert sich die Auswanderin.