Harald Glööckler packt aus: Was er an seinem Promi-Leben überhaupt nicht mag
Berlin/Kirchheim - Auffällige Outfits, extravagantes Styling und ein Leben im Schloss: Harald Glööckler (61) hat sich eine pompöse Welt geschaffen, in der sich vieles um seine Person dreht. Obwohl der Designer selbst so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, kann er selbst mit dem Rampenlicht offenbar wenig anfangen.
"Ich bin eigentlich sehr scheu", gesteht der Modeschöpfer in der SWR-Talkshow "Nachtcafé".
Dass ihm andere diese Zurückhaltung kaum zutrauen, ist Glööckler bewusst. "Die Leute denken immer, der Glööckler, der findet das ganz toll, sich da zu präsentieren", sagt der 61-Jährige, der Berlin den Rücken kehrte und seitdem in einem Schloss bei Kirchheim in Rheinland-Pfalz lebt.
Dabei unterscheidet er offenbar deutlich zwischen seiner öffentlichen Rolle und dem, was er persönlich gern macht.
Er habe beschlossen, "ein Modeprinz zu werden und eine eigene Welt zu kreieren. Die Leute denken immer: Der Glööckler findet toll, sich da zu präsentieren."
Vielmehr sei es "Teil dieser Geschichte. Ich gehe auf Events. Das ist ein Teil meines Business. Ich finde es aber nicht geil, da hinzugehen."
In diesem Zusammenhang gab er in der Sendung preis, dass er in einem narzisstischen Umfeld aufgewachsen sei. Dabei bezog er sich nach eigenem Bekunden nicht nur auf seinen gewalttätigen und alkoholkranken Vater und seine Mutter, sondern auch auf Tanten und seine Großmutter.
Das Älterwerden ist für Harald Glööckler eine "Zumutung"
Doch nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit hat ihre Schattenseiten. Auch das Älterwerden betrachtet Glööckler mit gemischten Gefühlen.
Zwar habe er "kein Problem mit dem Älterwerden", gleichzeitig sei es aber auch "eine Zumutung".
Wie sehr sich der Blick auf den eigenen Körper mit den Jahren verändert, beschreibt er mit einem derben Vergleich:
"Mit 20, da ist natürlich noch alles am selben Platz, mit 30 auch. Aber mit 50, da schaust du in den Spiegel und musst erst mal einen Lippenstift dran machen, damit du weißt, wo vorne und wo hinten ist."
Titelfoto: Georg Wendt/dpa

