ESC 2024: Ballermann-Barde Ikke Hüftgold zeigt Kritiker den Mittelfinger

Limburg an der Lahn - Party, Alkohol-Exzesse und die eine oder andere sexuelle Anspielung, das sind die Themen, die Schlagersänger Ikke Hüftgold in seinen Liedern behandelt. Der 47-Jährige aus dem westhessischen Limburg an der Lahn möchte nach seiner gescheiterten Kandidatur für den ESC 2023 im kommenden Jahr noch einmal einen Anlauf nehmen, um Deutschland beim "Eurovision Song Contest" zu vertreten - und muss sich deshalb deutlicher Kritik erwehren.

Ikke Hüftgold (47) ist als Schlagersänger sowie als Musikproduzent erfolgreich - gemeinsam mit Vanessa Mai (31) veröffentlichter er unlängst den Song "Igel".
Ikke Hüftgold (47) ist als Schlagersänger sowie als Musikproduzent erfolgreich - gemeinsam mit Vanessa Mai (31) veröffentlichter er unlängst den Song "Igel".  © Screenshot/Instagram/ikkehueftgold

In einer am heutigen Dienstagmorgen veröffentlichten Instagram-Story formuliert Matthias Distel - so der bürgerliche Name des Musikers - eine klare Ansage.

Er zeigt dabei den Screenshot eines Kommentars des Journalisten Robin Halle, der am zurückliegenden Sonntag auf dem Online-Portal Schwaebische.de veröffentlicht wurde. Dieser trägt den eindeutigen Titel "Bloß nicht Ikke Hüftgold für Deutschland!".

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der das Casting für die Vertretung Deutschlands beim ESC 2024 organisiert, müsse "unseriöse Acts wie den von Ikke Hüftgold verhindern", ist gleich am Beginn des Textes zu lesen.

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Der Schlagersänger aus Limburg an der Lahn würde von Ballermann-Fans für "geistreiche Lieder wie 'Dicke Titten, Kartoffelsalat'" gefeiert, heißt es weiter. "Das mag im Mega-Park auf Mallorca gut angekommen, aber kaum im restlichen Europa", ergänzt der Journalist.

Sollte Ikke Hüftgold den Vorentscheid für die deutsche Teilnahme beim ESC 2024 gewinnen, so Robin Halle weiter, dann würde es beim nächsten "Eurovision Song Contest" sicher öfter heißen: "Germany, I’m sorry, zero points."

Ikke Hüftgold: "Der Hass gegen den Partyschlager geht schon wieder los"

Beim deutschen Vorentscheid für den ESC 2023 trat Ikke Hüftgold (47) mit goldfarbenem Jackett und schwarzer strubbeliger Perücke auf, er belegte den zweiten Platz.
Beim deutschen Vorentscheid für den ESC 2023 trat Ikke Hüftgold (47) mit goldfarbenem Jackett und schwarzer strubbeliger Perücke auf, er belegte den zweiten Platz.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Es verwundert nicht, dass der so geschmähte Schlagersänger diese Kritik nicht unerwidert lässt. "Der Hass gegen den Partyschlager geht schon wieder los 😂", ist als Textblock im oberen Bereich der Instagram-Story zu lesen.

Im unteren Bereich des Screenshots wird der 47-Jährige dann sehr deutlich: "Aber keine Panik! Ich werde natürlich wieder dabei sein 🖕🏻🤪🖕🏻", bekräftigt Matthias Distel seine Absicht, trotz aller Kritik erneut für den ESC kandidieren zu wollen.

Beim deutschen Vorentscheid für den ESC 2023 musste sich der Limburger mit dem zweiten Platz begnügen. Die Hamburger Dark-Rock-Band "Lord Of The Lost" gewann - und der Schlagersänger gratulierte den Rockern hinterher herzlich.

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Doch einige Zeit später wandte sich Ikke Hüftgold dann mit einem brisanten Statement an die Öffentlichkeit. Demnach habe er von Insidern aus dem NDR-Umfeld erfahren, dass es beim ESC-Vorentscheid Ungereimtheiten gegeben habe.

Zwar formulierte der Sänger an keiner Stelle den Vorwurf, der NDR habe das Ergebnis des deutschen Vorentscheids zum "Eurovision Song Contest" 2023 manipuliert. Die von ihm vorgetragenen Verdächtigungen gingen jedoch eindeutig in diese Richtung.

Eventuell ist es auch dieses Gefühl, womöglich hintergangen worden zu sein, welches den 47-Jährigen dazu treibt, sich noch einmal für den Musikwettbewerb zu bewerben.

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa, Screenshot/Instagram/ikkehueftgold

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