Als Kind: Judith Rakers wurde "Opfer von einem Mann im Wald"

Hamburg/Rügen - Der Fall um Collien Fernandes (44) sorgt weiterhin für Schlagzeilen und bringt nun auch andere prominente Stimmen dazu, über eigene Erfahrungen zu sprechen. Darunter auch Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers (50).

Judith Rakers (50) schildert in ihrem Podcast schockierende Erlebnisse aus ihrer Kindheit. (Archivfoto)  © Sina Schuldt/dpa

"Ich bin als Kind schon mal Opfer geworden von einem Mann im Wald, der mich bedroht hat mit seinem Hund", berichtet die 50-Jährige in ihrem Podcast "Baborie & Rakers – Was war los gewesen?". Damals sei sie erst etwa sieben Jahre alt gewesen. Der Mann habe sie am Arm gepackt und daraufhin sich selbst mit ihrem Arm unangemessen berührt.

Für Rakers war es "die schlimmste Situation". Die Angst sitzt tief: Bis heute fürchtet sie sich wegen der Situation im Wald vor einer bestimmten Hunderasse. Der Täter habe sie damals mit einem Schäferhund bedroht. Die Reaktion von Podcast-Kollegin Ariana Baborie (38) lässt keinen Zweifel daran, wie bewegend diese Erinnerungen sind: "Oh Gott, Judith, ich heule gleich", sagt sie erschüttert.

Rakers vertraute sich damals sofort ihren Eltern an. Wenige Wochen später meldete sich die Polizei. Das Ergebnis: Der Täter wurde gefasst. Zu einer Gegenüberstellung kam es allerdings nicht, offenbar weil der Mann bereits durch andere, noch schwerwiegendere Taten aufgefallen war.

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Judith Rakers erlebte viele Situationen mit Männern, "die brenzlig waren"

Die Moderatorin machte gleich mehrere Erfahrungen mit Männern, die "brenzlig waren". (Archivfoto)  © Sina Schuldt/dpa

Doch das war nicht die einzige belastende Erfahrung in ihrem Leben. "Natürlich habe auch ich in meinem Leben schon sehr viele Situationen erlebt mit Männern, die sehr, sehr brenzlig waren", gesteht sie weiter. So erinnert sich die 50-Jährige auch an eine Situation im Schulbus, als sie etwa elf Jahre alt war.

"Ein Mann, der anfängt irgendwie an seinem Geschlechtsteil herumzuspielen, während ich danebensitze, dabei irgendwie seinen Arm an mir reibt und so." Dank der klaren Anweisungen ihres Vaters reagierte sie mutig: Sie stand auf und sprach den Mann laut an. Die Wirkung war sofort da. Alle Fahrgäste drehten sich um, der Täter flüchtete an der nächsten Haltestelle.

Auch Baborie blickt im Zuge der aktuellen Debatte auf eigene Erlebnisse zurück. Besonders eine Situation aus ihrer Jugend habe sich bei ihr eingebrannt: Auf dem Heimweg von einer Party wurde sie von einem Mann verfolgt. "Ich bin tausend Tode gestorben", schildert sie.

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Als der Mann sie schließlich ansprach und fragte, ob sie mit zu ihm nach Hause kommen wolle, habe sie geschafft 'Nein' zu sagen. Doch selbst das hielt ihn nicht ab: "Auch nicht für Geld?", zitiert sie den Fremden. Die Schilderungen zeigen: Solche Momente sind keine Einzelfälle.

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