Wegen Wikileaks-Gründer Assange: Künstler droht mit Vernichtung von Werken im Millionenwert!

London (Großbritannien) - Ein russischer Künstler will Berichten zufolge Kunstwerke im Wert von mehr als 45 Millionen US-Dollar (etwa 42 Millionen Euro) vernichten, sollte Wikileaks-Gründer Julian Assange (52) im Gefängnis sterben.

Andrej Molodkin (58) will mit seiner Aktion, die den Titel "Dead Man's Switch" trägt, ein Zeichen setzen.
Andrej Molodkin (58) will mit seiner Aktion, die den Titel "Dead Man's Switch" trägt, ein Zeichen setzen.  © IMAGO/Stella Pictures

Um die insgesamt 16 Werke - unter anderem von Picasso, Rembrandt und Warhol - zu zerstören, soll Andrej Molodkin (58) laut übereinstimmenden Medienberichten einen speziell präparierten Tresor in seinem eigenen Atelier in Südfrankreich mit Säure und einer Art Zeitzünder versehen haben.

Dort sollen die Kunstwerke an diesem Freitag entsprechend eingeschlossen werden.

Mit dem Projekt, das den Titel "Dead Man's Switch" trägt, will Molodkin eigenen Angaben zufolge darauf aufmerksam machen, "dass Kunst zu zerstören ein größeres Tabu ist, als das Leben eines Menschen zu zerstören", zitierte "Sky News" den Russen.

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Julian Assange Jubel im Lager Assange! Vorerst keine Auslieferung an USA

Die Werke wurden ihm laut den Berichten von wohlhabenden Sammlern zur Verfügung gestellt. Um welche Werke es sich genau handelte, gab er jedoch nicht preis. Kommt der Wikileaks-Gründer frei, sollen die Eigentümer sie zurückbekommen.

Wird Wikileaks-Gründer Julian Assange (52) an die USA ausgeliefert?
Wird Wikileaks-Gründer Julian Assange (52) an die USA ausgeliefert?  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Stella Assange spricht von einem "künstlerischer Schutzschild"

Stella Assange (40, r.) kämpft für ihren Mann.
Stella Assange (40, r.) kämpft für ihren Mann.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Assange erwartet in der kommenden Woche seinen womöglich letzten Gerichtstermin auf der Insel vor einer möglichen Auslieferung an die USA.

Der 52-Jährige liefert sich seit Jahren mit der britischen Regierung ein juristisches Tauziehen.

Seit April des Jahres 2019 wird er im Londoner Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh festgehalten. Zuvor hatte er sich mehrere Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in der britischen Hauptstadt dem anstehenden Zugriff der Strafverfolgungsbehörden erfolgreich entzogen.

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Die US-Justiz will ihm wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Assange wird vorgeworfen, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning (36) geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen, veröffentlicht und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben. Unterstützer sehen in Assange einen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hat.

Seine Frau, Stella Assange (40), die seit Jahren für die Freiheit ihres Mannes kämpft, postete mehrere Berichte über Molodkins Aktion auf X (vormals Twitter). Dem "New Yorker" sagte sie, ihr Mann wisse von dem Projekt und unterstütze es. Es sei eine Art "künstlerischer Schutzschild" für ihn.

Titelfoto: Montage: IMAGO/Stella Pictures, Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

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