Adidas-Boss über Kanye West: "Hat es nicht so gemeint"

Herzogenaurach - Der CEO von Adidas, Bjørn Gulden (58), äußerte sich über eines der ehemaligen Aushängeschilder: Kanye West (46). Offenbar fand der Adidas-Boss Kanyes Entgleisungen gar nicht so schlimm.

Kanye West (46, r.) hat nach eigener Aussage eine bipolare Störung, was aber Antisemitismus nicht wirklich erklärt.
Kanye West (46, r.) hat nach eigener Aussage eine bipolare Störung, was aber Antisemitismus nicht wirklich erklärt.  © Ronald Martinez/Getty Images/AFP

Nach antisemitischen Äußerungen hatte West einen lukrativen Deal mit Adidas verloren.

Der Sänger hatte so einiges von sich gegeben, das nicht nur die Adidas-Bosse sprachlos zurückließ.

In einem Beitrag auf Instagram behauptete er, dass sein Musikerkollege Sean "Diddy" Combs (53) von Juden kontrolliert werde. Daraufhin sperrte Instagram im Oktober 2022 seinen Account.

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Auf Twitter (nun X) ging der Irrsinn weiter. Dort behauptete er, dass er nicht antisemitisch sein könne, "weil Schwarze auch Juden seien".

Daraufhin wurde auch dieser Account Ende 2022 mit 30 Millionen Followern gesperrt.

Die Beendigung der Zusammenarbeit mit Kanye West hatte für Adidas erhebliche finanzielle Auswirkungen.
Die Beendigung der Zusammenarbeit mit Kanye West hatte für Adidas erhebliche finanzielle Auswirkungen.  © SCOTT OLSON / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Bjørn Gulden über Kanye West: "einer der kreativsten Menschen der Welt"

Bjørn Gulden (58) ist seit dem 1. Januar 2023 CEO des DAX-Unternehmens Adidas.
Bjørn Gulden (58) ist seit dem 1. Januar 2023 CEO des DAX-Unternehmens Adidas.  © CHRISTOF STACHE / AFP

Werbepartner waren nun angehalten, einen großen Bogen um den Rap-Star zu machen. So auch Adidas, die eine Zusammenarbeit mit Wests Marke "Yeezy" einstellten.

Bjørn Gulden, der Adidas-CEO, sagte, dass er "sehr unglücklich" sei, weil er nicht glaube, "dass er es so meinte, wie er es sagte" und nicht denke, dass Kanye ein schlechter Mensch sei.

"Es kam nur so rüber", meinte der Spitzenmanager im Podcast "In Good Company". Wie er diese Aussage nach Kanyes Entgleisungen treffen kann, bleibt sein Geheimnis.

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Denn nur weil West von den großen Social-Media-Plattformen weg war, heißt das nicht, dass er mit seinem antisemitischen Geschwätz aufhörte.

In einem Podcast im Dezember letzten Jahres sagte der Popstar der New York Post zufolge, dass er "gute Dinge über Hitler" sehe und in einem Interview mit FOXnews sagte er der jüdischen Allgemeinen zufolge wörtlich: "Ich vertraue mehr auf die Arbeit mit 'Latinos' als mit 'gewissen anderen Geschäftsleuten'."

Der Adidas-Boss Gulden hält West trotzdem für "einen der kreativsten Menschen der Welt" und bedauert die Auflösung der einstigen Kooperation, die "eine der erfolgreichsten Kollaborationen der Geschichte" war.

Titelfoto: Bildmontage: Christof STACHE / AFP, Ronald Martinez/Getty Images/AFP, SCOTT OLSON / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

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