Hamburg - Am Mittwoch hat die Tierschutzorganisation PETA ihre neue Kampagne mit Reality-TV-Star Tessa Bergmeier (36) vorgestellt. Diese zeigt sich dabei nahezu hüllenlos. Für das Model gehe damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ihr Körper ist lediglich mit Schriftzügen wie "Eisbein", "Schinken" und "Rippchen" bedeckt. Der Slogan dazu lautet: "Alle Tiere haben die gleichen Teile."
PETA und Tessa Bergmeier wollen damit auf die Diskrepanz zwischen Tier- und Lebensmittelbezeichnungen – wie etwa an der Fleischtheke – aufmerksam machen.
Nach Angaben der Tierschutzorganisation werden allein in Deutschland jährlich rund 800 Millionen Tiere getötet. Begriffe wie "Schinken" oder "Rippchen" würden dabei bewusst verwendet, um Konsumenten emotional vom Tierleid zu distanzieren.
"Tiere leben, lieben und fühlen wie wir", sagt Bergmeier. Die ehemalige "Germany’s Next Topmodel"-Kandidatin kritisiert dabei insbesondere die industrielle Tierhaltung.
"Tiere sind nicht auf der Welt, um ausgebeutet zu werden, ihr Leben meist auf engstem Raum ohne Sonnenlicht zu verbringen, grausam getötet oder mit Elektroschockern traktiert zu werden – nur damit am Ende auf dem Teller ein Stück Fleisch liegt."
Tessa Bergmeier lebt seit mehreren Jahren vegan
Auch auf Instagram äußerte sich die 36-Jährige am Mittwoch zur Kampagne: "Heute geht für mich ein Traum in Erfüllung, den ich seit meiner Kindheit hatte, als ich Pamela Anderson im Salat-Bikini sah", schreibt sie in ihrer Story. "Schon als Kind war mir klar, dass uns nicht viel unterscheidet von den Tieren und dass jedes Tier wertvoll ist, so wie jeder Körper!"
Die Wahl-Hamburgerin lebt seit Jahren vegan und nutzt ihre öffentliche Reichweite, um regelmäßig für Tierrechte zu werben und über Missstände in der Tierhaltung aufzuklären.
PETA fordert mit der Kampagne einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschaft und hat einen "Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft" vorgestellt, mit dem die Politik zum Handeln aufgefordert werden soll. Ziel sei eine vegane und tierfreie Landwirtschaft, um Klima, Umwelt und Tiere besser zu schützen.