Leipzig - "Heute ist Goldruten-Kontrolle", kündigt Michael Baumann (63) in seinem aktuellen Video an. Der Kleingartensheriff macht sich auf die Suche nach Goldruten - und findet jede Menge.
Beim Gang durch seine Gartenanlage trifft ihn gleich mehrfach der Schlag. Los geht's schon an der Hecke einer Parzelle. "In dor Hegge wächst schon de Goldrute - da, dort. Nee Leute, da müssen wir was tun!"
In dem Fall sei es zwar nicht viel, aber: "Nicht im Kleingarten, da gehört das einfach nicht hin."
Denn: Vor allem die Kanadische Goldrute gibt laut Forschungen sogenannte Wurzelexsudate in den Boden ab, der ihr einen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Pflanzen verschaffen soll. Sie wird daher auch als invasiv bezeichnet.
Der Wind puste die Samen durch die Gartenanlage und sorge so für "massenhafte Vermehrung", ärgert sich der 63-Jährige. "Bei der Goldrute komm ich mir vor wie Don Quichotte: Kampf gegen die Windmühlen."
Daher packt er sich eine Schere und schneidet im Video prompt drei Stängel in einem fremden Garten ab.
Die Ansicht des Kleingartensheriffs stößt in den Instagram-Kommentaren nicht nur auf Zustimmung. Eine Gärtnerin schreibt beispielsweise: "Kannste vergessen, meine Goldrute bleibt, wo sie ist. Die sind Magneten für Insekten und bei uns in der Anlage absolut erwünscht." Da scheiden sich wohl die Geister.