Kobe Bryant's Unfalltod: Bruder des Piloten gibt Passagieren die Schuld für den Absturz

Los Angeles - Einen Monat nach dem tragischen Helikopter-Absturz von Basketball-Legende Kobe Bryant (41) und seiner Tochter Gianna (13) reichte seine Frau Vanessa Bryant Klage gegen das Flug-Unternehmen ein (TAG24 berichtete). Inzwischen hat sich nun auch ein Angehöriger des Unglücks-Piloten in den Prozess eingeschaltet.

Der Tod von Basketball-Star Kobe Bryant (r) erschütterte die Sportwelt. Hatte der Pilot fahrlässig gehandelt?
Der Tod von Basketball-Star Kobe Bryant (r) erschütterte die Sportwelt. Hatte der Pilot fahrlässig gehandelt?  © Martin Rickett/PA Wire/dpa, Twitter @Extraneous_T

Pilot Ara Zobayan (50) hatte mit dem Hubschrauber des Typs Sikorsky S-76 am 26. Januar bei dichtem Nebel einen Crash hingelegt. Alle neun Insassen kamen bei dem Unfall ums Leben.

Am 24. Februar verklagte Vanessa Bryant die Helikopter-Firma Island Express und beschuldigte den Piloten wegen fahrlässiger Tötung.

Wie "People" berichtet, hat Aras Bruder Berge Zobayan nun jedoch alle Anklagepunkte der Witwe bestritten und darüber hinaus sogar die Fluggäste mitverantwortlich gemacht.

Über seine Anwälte ließ er verlauten, dass sich alle Passagiere der mit dem Flug verbundenen Risiken bewusst gewesen seien. Keiner von ihnen habe Bedenken angemeldet, als die Maschine bei Nebel gestartet sei. Zudem hätte nicht zuletzt die Flugsicherung bessere Arbeit leisten müssen.

Auch die Polizisten, die damals zur Unfallstelle eilten, wurden beschuldigt. Mehrere Beamte hätten Fotos der Wrackteile und der Opfer gemacht und diese über ihre Handys an private Kontakte verschickt. Sie hätten damit das Ansehen von Ara Zobayan und der Passagiere beschmutzt.

Die Anwälte des Bruders fordern dementsprechend nun, alle Anklagepunkte fallen zu lassen. Ob Berge Zobayan mit der Forderung durchkommt, scheint jedoch fragwürdig.

Wie "CNN" berichtet, stehen derzeit zwar tatsächlich acht Polizeibeamte vor Gericht - allerdings dürften weder deren Foto-Aufnahmen noch das Verhalten der Passagiere den Piloten gänzlich von seiner Verantwortung befreien.

Titelfoto: Martin Rickett/PA Wire/dpa, Twitter @Extraneous_T

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