"Kreuzritterinnen der Moral": Tom Gerhardt teilt gegen Kritiker von Thomas Gottschalk aus

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Köln - "Wetten, dass..?"-Legende Thomas Gottschalk (76) steht mächtig in der Kritik. Unterstützung erhält der Entertainer jetzt von Schauspieler Tom Gerhardt (68).

Teilt mächtig gegen die Kritiker von Thomas Gottschalk aus: Schauspieler Tom Gerhardt (68).
Teilt mächtig gegen die Kritiker von Thomas Gottschalk aus: Schauspieler Tom Gerhardt (68).  © Peter Kneffel/dpa

"Es ist natürlich ihr Recht, sich so gefühlt zu haben, wie sie sich denn gefühlt haben. Trotz Bussi-Bussi mit Tommy vor und nach der Show", gibt der "Hausmeister Krause"-Star gegenüber der "Münchener Abendzeitung" preis.

Hintergrund ist die Debatte um mutmaßlich unangemessene Berührungen und sexistische Kommentare, die Esther Schweins (56) in der Kinodokumentation "Was haben wir gelacht" offengelegt hat.

Die Schauspielerin schildert in der Dokumentation eindrücklich, wie sehr sie sich in der damaligen Situation unwohl und bedrängt gefühlt habe.

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Zudem gibt es Archivaufnahmen, die zeigen, wie der heute 76-jährige Moderator sie an der Hand zur Couch führt, wiederholt körperliche Nähe sucht und auch noch sexualisierende Kommentare über die Schauspielerin vorliest.

Klar seien Frauen in der Unterhaltungsbranche damals "gerne mal reduziert" worden auf ihr Aussehen und ihre "Sexyness", so der 68-Jährige, der sich dann aber in Rage redet und davon spricht, dass "die Kreuzritterinnen der Moral ja nach Jahrzehnten" dem Entertainer "Entsetzliches vorgeworfen" haben.

Thomas Gottschalk nach Kinodokumentation in der Kritik

Der Entertainer (heute 76) bei "Wetten, dass..?" mit Hella von Sinnen (heute 67). (Archivfoto)
Der Entertainer (heute 76) bei "Wetten, dass..?" mit Hella von Sinnen (heute 67). (Archivfoto)  © ----/Port au Prince Pictures/dpa

"Ich frage euch, selbst ernannte Staatsanwältinnen: Konntet ihr keinen Besseren finden, um zu beweisen, dass ein düsteres Patriarchat Deutschland fest im Griff hatte und noch hat? Also Klaus Kinski hätte mir als Angeklagter mehr Sinn gemacht und wäre bestimmt auch gerne und unterhaltsam in die Diskussion gestiegen", erklärt Tom Gerhardt voller Sarkasmus.

"Er hat sage und schreibe Frauen ans Knie und an die Schulter gefasst. Die offensichtliche Folge: lebenslange Traumata", schießt der Schauspieler weiter.

"Wenn du die Zeit hast, dich so ausgiebig um alte Sendungen von Gottschalk zu kümmern, warum stehst du nicht erst mal auf für die wirklich knallharten, realen, physischen Torturen, denen Frauen in Ländern wie Afghanistan oder dem Iran ausgesetzt sind?", will Gerhardt abschließend wissen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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