Sohn (†19) von Lara Joy Körner in Isar ertrunken: Vater enthüllt neue Details aus Ermittlungsakte
München - Im Mai verlor Schauspielerin Lara Joy Körner (47) ihren Sohn Remo Aimé Pollert (†19). Der junge Mann wurde tot aus der Isar geborgen. Kurz vor seinem 20. Geburtstag spricht sein Vater nun darüber, wie die Familie inzwischen mit dem Verlust und der Trauer umgeht und enthüllt neue Details aus der Todesnacht.
Der Fachoberschüler war von der Ludwigsbrücke gestürzt und anschließend ertrunken.
Auch Monate nach seinem Tod sind wichtige Fragen ungeklärt: Wie genau kam es zu dem Unglück? Und warum ging Remo allein zur Brücke? Zeugen gibt es nicht.
Als Anwalt konnte Remos Vater Heiner Pollert inzwischen selbst Einsicht in die Ermittlungsakten erhalten, wie er gegenüber "Bild" verrät: "Remo hatte zwei Promille Alkohol im Blut."
Er vermutet, dass der 19-Jährige womöglich nur kurz pinkeln gehen wollte.
So begann der Abend für den Jungen auf der "Alten Utting", wo er den Geburtstag eines Freundes feierte. Später zog er noch weiter in den "Blitz" an der Ludwigsbrücke. Gegen 4 Uhr verließ er den Club - sein Vater konnte das später auf den Überwachungsvideos nachvollziehen. Wenige Stunden danach wurde Remos Leiche von einer Passantin in der Isar entdeckt.
Die Obduktion brachte zumindest Erkenntnisse zu den Verletzungen: Remo erlitt beim Sturz einen Beckenbruch sowie einen Bruch an der Lendenwirbelsäule. Anschließend ertrank er kopfüber in der Isar.
Die Ermittler gehen von einem tragischen Unfall aus. Ob die noch ausstehende toxikologische Untersuchung weitere Hinweise liefert, ist offen. Für die Familienmitglieder bleiben damit Fragen offen, auf die sie möglicherweise nie eine Antwort bekommen werden.
Remos Geschwister halten in der schweren Zeit zusammen
Heiner Pollert versuche inzwischen, den Verlust seines Sohnes zu akzeptieren: "Remo ruht in Frieden. Die Wellen der Trauer sind noch da, aber sie gehen in die richtige Richtung." Für ihn muss das Leben weitergehen - auch ohne seinen geliebten Sohn. "Man lernt so langsam, sich daran zu gewöhnen. Es gehört wieder Luft rein zwischen die Elemente."
Die Anteilnahme nach dem Tod von Lara Joy Körners Sohn sei "überwältigend" gewesen, erzählt Heiner Pollert. "Diese Trauer war für die Jugendlichen in unserem näheren Umfeld ja etwas Neues", so der Vater. Besonders berühre ihn, wie Remos Geschwister und Freunde in dieser schweren Zeit zusammenhalten: "Es ist schön zu sehen, wie Remos Geschwister und Freunde zusammenhalten und lieb miteinander sind."
Für Remos 20. Geburtstag am 28. August wurde "ganz bewusst nichts geplant. Wir treffen uns nur in der Familie."
Titelfoto: Montage: IMAGO / Lindenthaler, IMAGO / Smith
