Hamburg - Der ehemalige US-Präsident Barack Obama (64) hat die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer (30) für ihr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel gewürdigt. In einem Beitrag zum "Earth Day" am gestrigen Mittwoch stellte Obama die gebürtige Hamburgerin auf Instagram als Teil des Leadership-Programms seiner "Obama Foundation" vor, welche junge Menschen weltweit fördert.
Obama betonte in seinem Post, der direkt mehrere Bilder und Videos von Neubauer beinhaltete, dass ihm insbesondere junge Persönlichkeiten Hoffnung machten, die sich aktiv für globale Herausforderungen einsetzen.
Neubauer arbeite unermüdlich daran, den Klimawandel zu bekämpfen, und habe zuletzt auch an einer Reise in die Antarktis teilgenommen, um auf die Dringlichkeit der Krise aufmerksam zu machen.
Anschließend überließ der Ex-US-Präsident sogar der "Fridays for Future"-Aktivistin selbst das Wort und ließ sie sich und ihre "unglaubliche Geschichte" auf seinem Social-Media-Account vorstellen.
Darin schildert Neubauer ihren Weg in den Aktivismus. Bereits als Jugendliche habe sie sich ehrenamtlich in einer Kirche in ihrer Heimatstadt Hamburg engagiert.
Nach dem Schulabschluss nahm sie an einem Austauschprojekt in Tansania teil, bei dem es um die Unterstützung eines Wassersystems ging. Vor Ort wurde sie jedoch mit den Folgen klimatischer Veränderungen konfrontiert: unzuverlässige Regenfälle, ausbleibende Ernten und eine mangelhafte Wasserversorgung.
Die Eindrücke vor Ort hätten sie tief bewegt: "Da stand ich und hatte das Gefühl, dass wir die Menschen, die wir unterstützen wollten, verraten haben", schreibt Neubauer. Diese Erfahrung sei ein Wendepunkt gewesen und habe ihr weiteres Engagement maßgeblich beeinflusst.
Luisa Neubauer nennt Klimawandel "Mutter aller Krisen"
Weiter schildert sie, wie sie inspiriert von Greta Thunberg (23) 2018 die deutsche Klimabewegung mit aufbaute.
"Millionen von uns haben sich zusammengeschlossen", schreibt Neubauer. Die Bewegung habe sich breit in der Gesellschaft verankert und sogar die deutsche Bundesregierung vor Gericht gebracht.
Das Urteil im Fall "Neubauer et al. vs. Germany" aus dem Jahr 2021 habe laut der Aktivistin bewiesen, "dass alle Generationen ein gleiches Recht auf Freiheit haben".
Zugleich warnt Neubauer in dem Obama-Post vor Rückschritten und zunehmenden globalen Krisen.
Der Klimawandel sei die "Mutter aller Krisen", die viele Probleme verschärfe. Veränderung entstehe dabei nicht durch Einzelne: "Klimaschutz kommt nicht von ein paar 'Öko-Helden', sondern von Millionen von Menschen, die kleine Schritte machen!" Darin liege für sie auch die Hoffnung.