"Das kann man doch nicht machen!": Reaktion von Politikerin empört Markus Lanz

Hamburg - Angesichts der schlechten SPD-Wahlergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatte Markus Lanz (56) dringenden Redebedarf. In seiner Sendung empfing er deshalb am Dienstagabend die Sozialdemokratin Katarina Barley (57), die mit ihren Aussagen den Moderator gegen sich aufbrachte.

Markus Lanz (56) diskutierte am Dienstagabend mit Katarina Barley (57), Mitglied des SPD-Parteivorstands.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Lanz konfrontierte die Politikerin zunächst mit der Frage, ob sie gerade "den Untergang ihrer Partei" miterleben müsse, woraufhin Barley erwiderte: "Da gehen Sie zu weit, wenn Sie das so formulieren. Aber es war natürlich ein richtig harter Tag - auch für mich persönlich. Ich lebe in Rheinland-Pfalz."

Der Gastgeber hakte nach: "Wann wird das existenzbedrohend? Zehn Prozent verloren, in Baden-Württemberg halbiert - gerade noch den Einzug in den Landtag geschafft. Muss man sich einfach mal klarmachen: Wir reden nicht über die FDP hier, wir reden über die SPD."

Barleys Antwort: "Ich will die Situation überhaupt nicht kleinreden. Das ist sehr ernst. Aber wir haben 350.000 tolle Mitglieder", sagte sie und reagierte zugleich auf Lanz' Wortwahl: "Diese Weltuntergangs-Szenarien sind ja irgendwann auch eine Spirale", lautete ihre Kritik.

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Der Moderator unterbrach direkt: "Das kann man sich ja nicht mehr schönreden, was da passiert." Darauf Barley: "Will ich auch gar nicht." Lanz legte empört nach: "Sie sagen, das sind Weltuntergangs-Szenarien, die ich hier male. Das kann man doch nicht machen!", ermahnte er die Europa-Abgeordnete. "Das sind die Zahlen."

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Markus Lanz gefällt Erklärungsversuch nicht: "Das ist doch albern"

Der Moderator war mit den Antworten der Politikerin nicht zufrieden.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Im weiteren Verlauf der Sendung erklärte Katarina Barley: "Wenn wir nur auf Rheinland-Pfalz schauen: Wir haben dieses Land jetzt 35 Jahre lang regiert und ich finde auch sehr gut regiert."

Lanz ging dazwischen: "Das sehen die Wähler ja offensichtlich anders."

Darauf die Politikerin: "Wir haben in allen drei letzten Landtagswahlen die Situation gehabt, dass wir ein paar Wochen vor der Wahl sehr, sehr weit hinten lagen. In den letzten zwei Malen konnten wir immer am Ende das bessere Ende für uns haben. Jetzt haben wir es bislang geschafft ..."

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Wieder musste der Moderator sein Gegenüber stoppen: "Frau Barley, wir müssen das ja jetzt hier nicht weiter betreiben. Das ist ja albern", so sein Vorwurf. "Wenn jetzt jemand vor dem Fernseher sitzt und das hört, denkt: Was erzählen die da? Worüber reden die? Die haben nicht begriffen, worum es geht."

Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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