Markus Lanz fällt seinem Gast ins Wort und kassiert knallharten Vorwurf

Hamburg - Konfrontation im ZDF: Am Donnerstagabend hat Markus Lanz (56) seinen Gast Philipp Amthor (33, CDU) wegen der auf Bundesebene fehlenden Umsetzung von Reformen zur Rede gestellt. Dabei kochte die Stimmung hoch.

Am Donnerstagabend diskutierte Markus Lanz (56, l.) mit Philipp Amthor (33, CDU), dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung.  © ZDF/Cornelia Lehmann

"Wo würden Sie stehen, wenn Sie Ihre Versprechen mal halten würden?", wollte Lanz von Amthor angesichts der ernüchternden Wahlumfragen wissen, die in seinem Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern zuletzt gerade einmal 13 Prozent für die CDU prognostizierten.

Darauf der Bundestagsabgeordnete: "Das ist die richtige Frage. Wir halten die [Versprechen] auch."

Lanz hakte sofort nach: "Welche?", forderte er konkrete Beispiele, woraufhin Amthor sagte: "Wir haben gerade drüber gesprochen und den Punkt habe ich sehr deutlich gemacht und da stehe ich auch dazu, dass ..." Der Moderator unterbrach offenbar in der Befürchtung, wieder eine schwammige Antwort zu erhalten, und warf mit dem "Herbst der Reformen" sowie der Schuldenbremse lieber zwei Negativ-Beispiele ein.

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Dies passte dem Politiker gar nicht: "Herr Lanz, das ist doch jetzt billig", lautete der knallharte Vorwurf des 33-Jährigen, woraufhin der Moderator umgehend erwiderte: "Was ist daran billig?"

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Markus Lanz kontert Philipp Amthor: "Sie haben reihenweise Versprechen gebrochen"

Zwischen Moderator und Politiker ging es hitzig zur Sache. Doch es wurde auch sachlich diskutiert.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Zur Rechtfertigung seines verbalen Angriffs erklärte Philipp Amthor im weiteren Verlauf der Sendung: "Ich habe mein Argument ausgeführt anhand von Agrardiesel-Rückvergütung [...], anhand des Themas 'Mehrwertsteuer-Senkung Hotellerie und Gastronomie' und der Unternehmenssteuer-Reform."

Der Gastgeber ging erneut dazwischen: "Sie haben gerade vor 30 Sekunden gesagt, dass es schlimm wäre, wenn wir unsere Versprechen brechen würden. Sie haben reihenweise Versprechen gebrochen. Deswegen stehen Sie doch da, wo Sie stehen", konterte Lanz.

Er fügte noch hinzu: "Ich habe neulich das Politiker-Ranking gesehen und dachte irgendwann, wo denn überhaupt der Kanzler ist, bis ich feststellte, dass er direkt hinter Tino Chrupalla und noch knapp vor Jens Spahn stand. Das sind die beiden Schlusslichter dieser Umfrage."

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Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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