Markus Lanz fragt besorgt: "Können Sie garantieren, dass Flugzeuge in Deutschland weiter fliegen werden?"

Hamburg - Am Dienstagabend wollte Markus Lanz (57) im ZDF klären, welche gravierenden Auswirkungen der Iran-Krieg für Deutschland noch haben könnte. Dafür kam er unter anderem mit dem CDU-Politiker Jürgen Hardt (62) ins Gespräch.

Am Dienstagabend tauschte sich Markus Lanz (57, l.) mit Jürgen Hardt (62, CDU) über den Iran-Krieg und seine Folgen für Kerosin-Lieferungen aus.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Ihn konfrontierte der Moderator mit einer Frage, die "viele interessiert, die gerade vor dem Fernseher sitzen", wie Lanz sagte. "Wir hören ja immer wieder vonseiten der Bundesregierung, dass Öl und Gas bei uns nicht das große Thema ist, weil ein großer Teil der iranischen Exporte nach Asien geht." Jedoch gebe es einen "blinden Fleck" in dieser ganzen Geschichte.

Der Gastgeber weiter: "Bei Kerosin gibt es sehr wohl eine große Abhängigkeit. Über 50 Prozent kommen aus der Region. Ich habe mitgekriegt, dass es in Italien die ersten Flugzeuge gibt, die nicht mehr betankt werden und am Boden bleiben."

Besorgt wollte Lanz daher von Hardt wissen: "Können Sie heute und hier versprechen und garantieren, dass Flugzeuge auch in Deutschland weiter fliegen werden? Mit anderen Worten: Sind Urlaubsreisen [...] in Gefahr oder können wir sicherstellen, dass das weitergeht?"

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Darauf der Christdemokrat: "Wir haben Reserven und wohl auch Möglichkeiten, die Raffinerie-Kapazitäten umzulenken in Richtung Kerosin [...]. Ich glaube, dass wir das in Deutschland im Griff haben [...]." Es könne jedoch passieren, dass bei Reisen in weit entfernte Länder, wie etwa auf die Philippinen, Probleme auftreten.

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Journalistin über Kerosin-Frage: "Hilft nur die Wiederherstellung des internationalen Seerechts"

Journalistin Kristin Helberg (53) stellte ihre Sichtweise dar.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Anknüpfend an die Aussage des CDU-Mannes erklärte die ebenfalls anwesende Politikwissenschaftlerin Kristin Helberg (53): "Wenn wir das in der Straße von Hormus lösen wollen, hilft, glaube ich, nur die Wiederherstellung des internationalen Seerechts - und zwar in alle Richtungen."

Dies hätten Großbritannien und Frankreich vergangene Woche mit einer Initiative für einen Mechanismus nach dem Krieg versucht.

"Und zwar nicht mit den USA. Denn die USA sind Teil des Problems und nicht Teil der Lösung", so die freie Journalistin.

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Die komplette, rund 74-minütige Folge mit allen Meinungen kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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