"Unseriös": Als Markus Lanz seinem Gast ins Wort fällt, bekommt er klare Ansage
Hamburg - Abfuhr kassiert! Am Dienstagabend konfrontierte Markus Lanz (56) seinen Gast mit der Debatte um die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine. Statt einer eindeutigen Antwort gab es für den ZDF-Moderator jedoch nur eine klare Ansage.
Alles in Kürze
- Markus Lanz konfrontiert Gast mit Debatte um deutsche Soldaten in der Ukraine
- SPD-Fraktionschef Matthias Miersch gibt keine eindeutige Antwort
- Lanz hakt nach und wird von Miersch unterbrochen
- Miersch bezeichnet Lanzer Frage als unseriös
- Die Diskussion ist in der ZDF-Mediathek abrufbar

"Die Spanier sagen: 'Was haben wir mit diesem Krieg zu tun? Spanische Soldaten in der Ukraine können wir uns nicht vorstellen.' Können wir uns das vorstellen?", wollte Lanz zunächst vom geladenen SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (56) wissen.
Der Politiker erklärte, dass man die USA brauchen werde. "Die Frage ist, wer welchen Anteil macht. Die Sicherheitsgarantien sind ohne die Amerikaner nicht zu denken. [...] Natürlich geht es um unterschiedliche Dinge - zum Beispiel die Frage nach Bodentruppen [...]."
Der Gastgeber hakte nach: "Werden wir in nächster Zeit, wenn es um die Absicherung eines möglichen Friedensabkommens geht, deutsche Soldaten in der Ukraine sehen?"
Miersch wiegelte ab: "Also erst mal haben wir heute festgestellt, dass ein Treffen mit Putin und Selenskyj scheinbar in weiter Ferne ist. Das heißt, wir reden jetzt über den dritten Schritt und haben noch nicht mal den ersten [Schritt] getan ..." Markus Lanz fiel dem Sozialdemokraten ins Wort: "Das ist eine Formulierung, die ich von Ihnen in den letzten Tagen häufiger gehört habe. Ich gebe mich damit nicht zufrieden", mahnte er.
Umgehend musste der SPD-Mann darauf reagieren: "Ich halte es für unseriös, jetzt hier in irgendeiner Form zu philosophieren", stellte er klar.
Lanz versuchte, sich zu verteidigen: "Das ist nicht philosophieren. Das ist doch ganz handfest, darüber nachzudenken, was das für uns bedeutet." Doch Miersch gab zu bedenken: "Die Szenarien, die Rahmenbedingungen sind hochunsicher [...]."
Die komplette, rund 73-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.
Titelfoto: ZDF/Markus Hertrich