Markus Lanz verliert Geduld mit CSU-Politiker: "Ich frage jetzt zum dritten Mal"

Hamburg - Am Dienstagabend diskutierten die Gäste bei "Markus Lanz" die Drohungen des US-Präsidenten, den Iran zurück in die Steinzeit zu bomben. Auch wenn sich die Kriegsparteien am Mittwoch vorübergehend auf eine zweiwöchige Waffenruhe einigten, tat sich vor allem ein Talkshowgast schwer, die vorausgegangenen Drohungen Trumps, die iranische Zivilisation auszulöschen, einzuordnen.

Zu Gast bei Markus Lanz (l., 57) war am Dienstagabend auch CSU-Politiker Alexander Hoffmann (51, CSU) und tat sich bei der Einordnung der Drohungen des US-Präsidenten schwer.  © ZDF/Cornelia Lehmann

"Wie geht es Ihnen als Jurist und Politiker damit, wenn da einer faktisch Kriegsverbrechen ankündigt?", fragte der ZDF-Talkmaster seinen Gast, Alexander Hoffmann (51, CSU).

"Vor allem als Mensch teile ich die Wortwahl ausdrücklich nicht", antwortete der CSU-Bundestagsabgeordnete. Auch wenn diese Äußerungen womöglich ein Teil der "Trump-Show" seien, habe auch er selbst "ein flaues Gefühl im Magen".

Dann folgten jedoch Floskeln à la "die richtigen Schlüsse ziehen", "die Lage so nehmen, wie sie ist" und "Folgen betreffen uns alle in einer globalisierten Welt".

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Damit wollte Lanz den 51-Jährigen aber nicht durchkommen lassen und wiederholte seine Frage, wie Trumps Drohung zu bewerten sei, die zivile Infrastruktur des Iran zu vernichten.

"Ich gehe fest davon aus, dass sich die USA genauso wie die Israelis an Völkerrecht halten, und auch an internationales Kriegsrecht." Die drastischen Äußerungen seien daher eher als Teil einer "Show" zu verstehen, erklärte Hoffmann erneut.

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CSU-Politiker Alexander Hoffmann: "Diese Diskussion ändert nichts an unserer Lage"

Laut ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ist bereits das Androhen von Kriegsverbrechen ein Verstoß´ gegen internationales Recht.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Lanz wies darauf hin, dass bereits etwa eine große, im Bau befindliche Brücke durch US-Luftangriffe zerstört worden sei: "Ich frage jetzt zum dritten Mal: Was ist das? Kriegsverbrechen mit Ankündigung? Die Debatte gibt es jedenfalls in Amerika."

Hoffmann wich jedoch erneut aus: "Diese Diskussion ändert nichts an unserer Lage, weil wir aus der Situation Schlüsse ziehen müssen, in vielerlei Hinsicht. Wir haben zu beiden Ländern (USA und Israel, Anm. d. Red.) eine tiefe Verbundenheit."

An dieser Stelle schaltete sich der Journalist Elmar Theveßen (58) in die Diskussion ein: "Bei der Mehrzahl der Rechtsexperten in den USA ist klar, dass das Kriegserbrechen wären. Zweitens: Auch schon die Androhung dessen, also die Auslöschung einer Zivilisation, ist ein Verstoß gegen internationales Recht."

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