Ronzheimer überrascht Markus Lanz mit Kanzler-Aktion: "Das ging von Merz aus? Wow!"
Hamburg - Über die ungewisse Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) nach den Landtagswahlen am kommenden Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird derzeit viel spekuliert. Vor zwei Tagen hatten sich die CDU-Ministerpräsidenten überraschend in einem Schreiben öffentlich zu ihrem Parteivorsitzenden bekannt. Bei Markus Lanz (57) schlug das Thema jedoch auch am Donnerstagabend hohe Wellen.
Nach den desaströsen Wahlergebnissen für die CDU in Sachsen-Anhalt hätten sich sowohl Ministerpräsidenten der Union als auch Parteigrößen eingeschaltet, bilanzierte der Journalist Paul Ronzheimer (41). "Die Leute haben ganz offen gesagt, dass das so nicht mehr weitergehen kann, dass er nicht mehr Kanzler bleiben kann."
Nach ein paar Tagen sei jedoch klar gewesen, dass keiner der als Nachfolger gehandelten Unionspolitiker seinen Hut in den Ring werfen wolle, weder NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) noch etwa der bayerische Landesvater Markus Söder (59, CSU).
"Friedrich Merz wusste natürlich, dass da im Hintergrund versucht wird, ihn politisch umzubringen", erklärte Ronzheimer weiter. "Dann hat der Bundeskanzler angefangen, die Ministerpräsidenten und andere Personen selbst anzurufen, da waren einige ganz verwundert, da er das sonst nie gemacht hat. Dabei hat er es geschafft, Gordon Schnieder, den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, dazu zu bewegen, eine Initiative im Sinne von Merz zu starten."
Lanz fragte an dieser Stelle verwundert nach: "Das ging von Merz aus? Wow!"
Weniger Unterstützung, als erwartet
Nach Ronzheimers Angaben hatten sich in dem Brief dann teils auch diejenigen für Merz ausgesprochen, die in den Tagen und Wochen zuvor noch gegen ihn im Hintergrund mobilisiert und seine Ablösung gefordert hatten.
"Interessant ist ja dann auch, dass weder der Name von Friedrich Merz, noch der von Markus Söder in diesem Schreiben auftaucht", fügte Lanz hinzu. In dem ursprünglichen Entwurf sei dies noch anders gewesen.
"Die Ursprungsversion des Briefes ging zurück in diese Ministerpräsidentenrunde und die haben dann gesagt: Das ist jetzt doch ein bisschen viel Unterstützung für unseren Bundeskanzler", kommentierte Ronzheimer.
Die komplette Folge Markus Lanz seht Ihr jederzeit auf Abruf in der ZDF-Mediathek.
Titelfoto: ZDF/Cornelia Lehmann
