"So teuer ist das?": Bei diesem Detail zum Ukraine-Krieg muss Markus Lanz nachfragen

Hamburg - Der Ukraine-Krieg war am Dienstagabend das beherrschende Thema der Sendung von Markus Lanz (57). Im Fokus stand dabei der gefürchtete Einsatz der "Oreschnik", die in der Nacht auf Sonntag nahe der Hauptstadt Kiew einschlug. Sicherheitsexperte Peter Neumann (51) klärte im ZDF über die Besonderheiten und die Symbolik der mobilen Mittelstreckenrakete auf.

Am Dienstagabend tauschte sich Markus Lanz (57, l.) mit dem Sicherheitsexperten Peter Neumann (51) über die "Oreschnik"-Rakete aus.  © ZDF/Cornelia Lehmann (2)

So würden die "Oreschnik"-Angriffe der Russen nicht nur auf das ukrainische Hinterland abzielen, sondern indirekt auch auf die westeuropäischen Unterstützer. "Das ist ja eine psychologische Waffe – mehr als alles andere. Sie haben ja auch gar nicht so viele davon. Wahrscheinlich ein oder zwei Dutzend [...]", sagte der geladene Gast.

Direkt musste Lanz einhaken: "Weil, wenn man so ein Ding schießt, sind 20 [oder] 30 Millionen Dollar weg?", kam er auf die Kosten zu sprechen, woraufhin sein Gegenüber mit einem "Mindestens!" antwortete und der Moderator sogleich nochmal nachfragen musste: "So teuer ist das? Ein Schuss?"

Dazu Neumann: "Sie sind sehr, sehr teuer, sehr wertvoll. Und deswegen glaube ich nicht, dass die jetzt wirklich als Mittel der Kriegsführung eingesetzt werden. Sie sind vor allem dazu da, eine Botschaft an den Westen zu senden."

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Zudem sei die Rakete atomwaffenfähig und könne Ziele im Umkreis von 5000 Kilometern – und damit sogar Berlin – treffen. Sie stelle dann also auch eine nukleare Bedrohung dar.

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Oreschnik-Rakete mit bis zu 10.000 km/h

Weiter führt der Experte aus: "Ein normaler Marschflugkörper fliegt mit einer Geschwindigkeit von 800 bis 1000 km/h. Die Oreschnik-Rakete fliegt mit einer Geschwindigkeit von 10.000 km/h und dadurch wird es für die Luftabwehr faktisch unmöglich, die abzufangen [...]", machte Neumann den Zuschauern die Dimension klar.

Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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