"Sorry, wir sind keine Therapie-Stunde!": Als Journalistin ihr Beileid bekunden will, geht Markus Lanz dazwischen

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Hamburg - Wirbel um den Kanzler-Posten: Im politischen Berlin kursieren derzeit Gerüchte um einen möglichen Putsch-Versuch gegen Regierungschef Friedrich Merz (70, CDU). Sie sind durch einen Hintergrundbericht des Fachportals "Table.Briefings" ausgelöst worden, dessen Chefredakteurin Helene Bubrowski (44) am Mittwochabend in der Sendung von Markus Lanz (57) zu Gast war. Mit ihr wollte der Moderator die Ursache für die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Union klären.

Am Mittwochabend kam Markus Lanz (57) mit der "Table.Briefings"-Journalistin Helene Bubrowski (44) ins Gespräch.
Am Mittwochabend kam Markus Lanz (57) mit der "Table.Briefings"-Journalistin Helene Bubrowski (44) ins Gespräch.  © ZDF/Cornelia Lehmann (2)

"Ist das Thema von Merz nicht eigentlich in Wahrheit die gebrochenen Versprechen?", wollte Lanz von der Journalistin wissen.

Darauf Bubrowski: "Gebrochene Versprechen absolut." Sie finde zwar Politiker gut, die auch mal eine klare Ansage machen. Jedoch müsse man geäußerte Meinungen auch konstant vertreten und dürfe sich nicht wie Merz auf einem "Zick-Zack-Kurs" bewegen.

"Dazu kommt natürlich dieses hohe Maß an persönlicher Angegriffenheit. Und das tut mir als Bürgerin auch irgendwie leid, weil ich sehe, dass der Mann leidet ...", sagte die 44-Jährige, bevor sie von Lanz unterbrochen wurde.

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"Sorry, wir sind keine Therapiestunde! Das muss man aushalten", ging der Moderator dazwischen. Er verwies auf Angela Merkel (71, CDU), die sich über 16 Jahre einiges hätte anhören müssen.

Professor Sönke Neitzel begründet Beliebtheit des Verteidigungsministers mit Nicht-Messbarkeit

Historiker Sönke Neitzel (57) nannte Verteidigungsminister Pistorius als gutes Beispiel.
Historiker Sönke Neitzel (57) nannte Verteidigungsminister Pistorius als gutes Beispiel.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Im Verlauf der Sendung brachte der anwesende Historiker Sönke Neitzel (57) den Bundesverteidigungsminister ins Spiel, der bei Umfragen immer wieder als beliebtester Politiker hervorsticht.

"Man muss die Klugheit besitzen, nicht messbar zu sein. Das macht Pistorius relativ gut. Er ist nicht messbar. Wir können ihn nicht fassen und sagen, dass er das versprochen hat", so der Uni-Professor.

Wenn man hingegen wie Merz den "Herbst der Reformen" oder den Aufbau der "stärksten Streitkräfte Europas" verkünde, dann sei man natürlich messbar und dann könnten sich die Bürger darauf berufen.

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Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

Titelfoto: Montage: ZDF/Cornelia Lehmann (2)

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