"Stopp!": Was Journalistin behauptet, empört Markus Lanz

Hamburg - Es war eine Sendung mit viel Konfliktpotenzial: Am Dienstagabend sprach Markus Lanz (57) im ZDF mit seinen Gästen über den radikalen Islamismus. Dabei musste sich der Moderator einen Vorwurf anhören, den er keinesfalls unkommentiert lassen konnte.

In seiner Sendung vom Dienstagabend geriet Markus Lanz (57) mit der muslimischen Publizistin Khola Hübsch (45) aneinander.  © ZDF/Markus Hertrich (2)

So hatte die geladene muslimische Journalistin Khola Hübsch (45) den Beginn der Diskussion als "hochproblematisch" bezeichnet: "Da ist am Anfang die Zahl gefallen, dass eine Million Muslime islamistisch seien oder islamistische Tendenzen hätten", behauptete sie.

Sofort musste Lanz das Wort ergreifen: "Nein, Nein, Nein, Stopp!", entgegnete er, woraufhin die Publizistin fragte: "Wie ging die Zahl genau? Eine Million? Es war Ihre Anmoderation."

Erneut musste der Gastgeber deutlich widersprechen: "Der exakte Satz lautete, dass sie anfällig für Radikalisierung sind. Sorry. Das ist etwas anderes als dass sie islamistisch sind. Wir müssen hier sauber sein", zeigte sich Lanz empört.

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Hübsch versuchte daraufhin, von ihrem Patzer wegzukommen und wieder auf die Zahlen-Ebene zurückzukehren. Sie verwies dabei auf eine neue Veröffentlichung des Bundeskriminalamts zur politisch motivierten Kriminalität: "Da ist die Hälfte rechtsradikal motiviert und nur etwa zwei Prozent religiös motivierte Gewalt und Straftaten."

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Bloggerin Khola Hübsch über muslimische Haltung zur Homosexualität: "Nicht gottgefällig"

Die Journalistin verteidigte ihre Haltung zur Homosexualität.  © ZDF/Markus Hertrich

Ebenfalls hitzig ging es im Verlauf der Sendung bei der Frage nach der Homosexualität zu. Lanz wollte von Hübsch wissen, ob sich die gleichgeschlechtliche Liebe mit ihrem Religionsverständnis verträgt.

Darauf die 45-Jährige: "Es ist aus religiöser Sicht als Muslim nicht gottgefällig, Homosexualität zu praktizieren." Lanz schlussfolgerte: "Okay, Sie lehnen es ab." Direkt erwiderte Hübsch: "Das ist bei jüdischen und katholischen Menschen nicht anders. Und deswegen ist man noch kein Verfassungsfeind."

Sie betont, dass sie "absolut gegen jede Diskriminierung von homosexuellen Menschen" sei. "Ich würde mein Leben für sie geben. Sie können unsere Moscheen besuchen. Ich würde alles dafür tun, dass sie nicht verfolgt, belästigt, diskriminiert werden. Das eine ist, was ein Mensch privat tut – da geht es um Werte. Das andere ist ..."

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Lanz musste unterbrechen: "Entschuldigung! Es ist nicht trivial, worüber wir hier reden", stellte er klar. "Sie erinnern sich an den Fall in der Dresdner Innenstadt – homosexuelles Pärchen – und einer wird einfach von einem Menschen ermordet, der eine deutlich islamistische Ideologie hatte, wie sich später herausstellte."

Hübsch' Reaktion: "Das ist absolut zu verurteilen. Das darf nicht sein. Da gibts auch keine Religion, die das begründen kann."

Die komplette, rund 74-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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