Was CDU-Mann dem Kanzler vorwirft, lässt Markus Lanz in lautem Gelächter ausbrechen

Hamburg/Berlin - Es ist eine Personalie, die für Schlagzeilen sorgt: Seit Wochen ringen CDU und CSU mit der Frage, welche Person sie für das Amt des Bundespräsidenten nominieren werden. Taktische Spielchen und Tricksereien innerhalb der Union machten die Runde. Genau darüber diskutierte Markus Lanz (57) am Donnerstagabend mit seinem Gast Roderich Kiesewetter (63, CDU).

Im Gespräch mit Markus Lanz (57, l.) adressierte Roderich Kiesewetter (63, CDU) deutliche Kritik an den Kanzler.  © ZDF/Markus Hertrich

"Wie fanden Sie das denn?", wollte der Moderator von dem Politiker wissen, der daraufhin das Gezerre zwischen CDU und CSU über den Posten als "handwerklich fragwürdig" kritisierte. "Für so ein Spitzenamt [...] so zu dilettieren und so zu verzögern, ist wirklich bitter", fand er klare Worte.

Sofort musste Lanz nachhaken: "Dilettieren? Sie sprechen von Friedrich Merz. Der Mann, der dilettiert, ist dann der Kanzler?"

Kiesewetter bestätigte indirekt: "Es ist nicht das erste Mal, dass in diesen Personalfragen handwerklich unabgestimmt Vorschläge gemacht wurden." Darauf Lanz über den Regierungschef: "Warum passiert ihm das immer wieder?"

Markus Lanz CSU-Mann kritisiert Markus Lanz, der reagiert prompt: "Das ist doch wirklich Quatsch!"

Erneut wurde der Christdemokrat deutlich: "Er ist jemand, der den Begriff der gestaltenden Politik erst sehr spät erkennt", so sein Vorwurf, woraufhin Lanz – offenbar ziemlich überrascht von dieser Ehrlichkeit – in lautem Gelächter ausbrach.

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Einigung nach viel Wirbel

Nach langem Hick-Hack hat sich die Union nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag für Ilse Aigner (61, CSU) als neue Bundespräsidentin entschieden. Merz will sie den CDU-Führungsgremien bei einer Tagung am Sonntag offiziell vorschlagen.

Die komplette, rund 76-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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