"Wow!": Als Gast diese Überwachungsfalle anspricht, ist Markus Lanz sprachlos
Hamburg - Die hybride Kriegsführung war am Dienstagabend ein zentrales Thema von Markus Lanz (57). Der Moderator wollte gemeinsam mit seiner Runde klären, welche Gefahren vonseiten Russlands für die Bundesrepublik bestehen. Dabei zeigte er sich erstaunt, als eine hochmoderne Überwachungsfalle zur Sprache kam.
"Allein aus der Strahlung, die WLAN-Router absondern, kann eine KI eine Art Radarsignal zusammensetzen, sodass man die Bewegung von Menschen und sogar die Menschen selbst hinter den Mauern identifizieren kann, auch wenn man nichts sieht", erklärte der anwesende Digital-Unternehmer Sascha Lobo (51).
Er vereinfachte: "Die benutzen einfach die Ablenkung von WLAN-Strahlung durch menschliche Körper zur Erstellung eines Bewegungsprofils."
Lanz musste nachhaken: "Die wissen dann, wer das ist?", wollte er wissen, woraufhin Lobo bejahte und weiter ausführte: "Und zwar ist das eine Form von Gangerkennung. [...] Durch die körperlichen Proportionen kann man mit fast hundertprozentiger Sicherheit eine Person, die man schon mal vor der Kamera gehabt hat, identifizieren."
Völlig überrascht und sprachlos kam dem Gastgeber nur ein "Wow!" als Kommentar über die Lippen.
Experte Sascha Lobo berichtet von Passwort-Klau mittels Handy-Vibrationssensoren
Im weiteren Verlauf der Sendung stellte Sascha Lobo dem Moderator auch seine "Lieblings-Technologie" im Bereich der Spionage vor, die mittlerweile sogar Marktreife erreicht haben dürfte.
"Wenn man ein Handy, was überhaupt nicht mit einem Computer verbunden ist, auf den Schreibtisch legt und dieses Handy quasi geknackt worden ist, dann reichen die Vibrationssensoren im Handy aus, um mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein auf einer Tastatur auf dem gleichen Schreibtisch getipptes Passwort erraten zu können", so der Experte.
Ergänzend fügte er hinzu: "Das heißt, man kann nur über die Daten, die über die Erschütterungssensoren im Smartphone entstehen, mithilfe von Künstlicher Intelligenz zurückberechnen, wie ein Passwort auf einer Tastatur aussieht, das gerade eingetippt worden ist."
Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.
Titelfoto: Montage: ZDF/Markus Hertrich (2)

