Meeresbiologe spricht in Rätseln: Weiß Robert Marc Lehmann ob Wal "Timmy" noch lebt?

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Lohmar - Wochenlang hat die umstrittene Rettungsaktion rund um Buckelwal "Timmy" ganz Deutschland auf Trapp gehalten. Zu Anfang war auch Robert Marc Lehmann (43) an den Maßnahmen beteiligt. Plötzlich geriet der Meeresbiologe in die Kritik und wurde von der Rettung ausgeschlossen. In einem YouTube-Video stellt sich Lehmann nun einigen Fragen aus seiner Community, spricht in Rätseln über "Timmys" Aufenthaltsort und Zustand und rechnet mit einigen Beteiligten ab.

Robert Marc Lehmann (43) scheint zu wissen, wie es Wal "Timmy" geht. Auch Kontakt mit der Rettungsinitiative scheint er gehabt zu haben.
Robert Marc Lehmann (43) scheint zu wissen, wie es Wal "Timmy" geht. Auch Kontakt mit der Rettungsinitiative scheint er gehabt zu haben.  © Marcus Brandt/dpa

"Wenn ich diese ganze Geschichte in einem Satz beschreiben müssten, dann: Ganz Deutschland hat bei dieser Geschichte seinen Verstand verloren", stieg der Meeresbiologe in sein Video ein.

In den rund 75 Minuten des Clips ist die wahrscheinlich häufigste Frage der Community: "Meinst du, der Wal lebt noch?"

Eine klare Antwort liefert Lehmann nicht. Einerseits erklärt er, "Ich meine nicht, ich weiß es. Das ist ein Riesenunterschied.", andererseits wies er daraufhin "nichts sagen zu dürfen."

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Dennoch betont er weiter: "Also ich sage mal so, wenn das Deutsche Meeresmuseum sagt, dass der Wal wahrscheinlich tot ist und ich sage, das Deutsche Meeresmuseum liegt halt falsch, dann müsst ihr euch den Rest dazu denken."

Der Meeresbiologe scheint außerdem trotz seines damaligen Ausscheidens aus dem Team Kontakt zu den Rettern der privaten Initiative und dessen Geldgebern gehabt zu haben.

Wie er angab, habe er sogar ein lukratives Angebot für seine Rückkehr erhalten. "Ich sage mal so, wenn es mir ums Geld gegangen wäre, wäre ich zurückgekommen. Da lag ein sechsstelliger Betrag auf dem Tisch."

Robert Marc Lehmann rechnet mit Beteiligten der Wal-Rettung ab

Buckelwal "Timmy" wurde mithilfe einer privaten Rettungsinitiative in die Nordsee freigelassen.
Buckelwal "Timmy" wurde mithilfe einer privaten Rettungsinitiative in die Nordsee freigelassen.  © Philip Dulian/dpa

Während seines Clips offenbart Lehmann aber nicht nur einige rätselhafte Informationen rund um die Rettung, sondern rechnet auch ordentlich mit vielen Beteiligten ab.

Allen voran Sven Partheil-Böhnke (FDP). Der Wandel des Bürgermeisters von Timmendorf habe er einfach nie verstanden. Erst habe er sich mit Lehmann abgestimmt und Lob für die Maßnahmen ausgesprochen. Am nächsten Tag habe er dem Meeresbiologen jegliche Kompetenz entsagt.

Selbst Lehmanns Freunde aus Niendorf hätten diesen Wandel nicht nachvollziehen können.

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Generell kritisiert der YouTuber aber besonders die Politik und die Medien. Noch nie in seiner Laufbahn habe er so eine Diffamierung erlebt und so sehr unter "übler Nachrede gelitten".

Es seien unzählige Falschinformationen über ihn verbreitet worden und das so sehr, dass sein ganzes Team geweint hätte "vor Enttäuschung, Frustration und Verzweiflung, wie mit mir umgegangen wurde." Auch seine Mama hätte geweint. "Das fand ich hart!" Wirtschaftlich habe es ihn auch getroffen, so seine Aussage.

Um dem gesamten Ausmaß aus seiner Sicht einen Rahmen zu geben, vergleicht sich der 43-Jährige mit Virologe Christian Droßten (43) in Zeiten von Corona: "Über mich haben alle gelogen!", so sein Vorwurf.

Und obwohl Lehmann zu wissen scheint, dass "Timmy" noch lebt, würde er die Mission nicht als gelungen bezeichnen. Der Buckelwal sei erst gerettet, wenn er hypothetisch betrachtet einmal wieder in die arktischen Gebiete gefunden hat - wo jetzt alle Buckelwale dieser Art hinschwimmen - und dann zurückkehren könnte, um zeigen: mir geht's gut.

Titelfoto: Bildmontage: Marcus Brandt/dpa, Philip Dulian/dpa

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