"Lasse ich nicht auf mir sitzen": Melanie Müller macht ihrem Ärger über Gerichtsurteil Luft
Leipzig - Nachdem Melanie Müller (37) wegen des Zeigens des Hitlergrußes vor dem Landgericht Leipzig erneut für schuldig befunden wurde, legte die Ex-Dschungelkönigin Revision ein. Nun äußerte sie sich via Social Media selbst zu dem Urteil.
"Ich werde weiter für meine Unschuld kämpfen", verkündete die 37-Jährige am Donnerstag bei Instagram.
Vergangene Woche war die Schlagersängerin zu einer Geldstrafe von insgesamt 3500 Euro verurteilt worden.
Auch wenn das Landgericht Leipzig in zweiter Instanz damit die ursprüngliche Strafe in Höhe von insgesamt 80.000 Euro aufgrund Müllers finanzieller Lage erheblich senkte, akzeptierte sie das Urteil nicht.
"Trotz enormer Kosten aus diesem Rechtsstreit habe ich mich entschieden, gegen dieses für mich eher politisch motivierte Urteil vorzugehen, da ich diese Tatvorwürfe nicht auf mir sitzen lassen werde", schrieb sie unter einem Post, dessen Bild eine von der Politik gesteuerte Justitia zeigte.
Melanie Müller beharrt auf Unschuld
Ihren Angaben zufolge habe das Gericht weder Entlastungszeugen zu Wort kommen lassen noch ihr einen Vorsatz vorweisen können. Mit der Geste habe sie während des Auftritts im Jahr 2022 lediglich ihr Publikum anheizen wollen.
"Ich und auch andere Künstler machen solche Handbewegungen in ihrer Show immer wieder und laufen damit Gefahr, hier auch verdächtigt zu werden", schrieb Müller diesbezüglich.
Ihres Falls wird sich nun das Oberlandesgericht in Dresden annehmen. "Ich hoffe endlich in der nächsten Instanz auf einen fairen Prozess und die Berücksichtigung dieser Zeugen und einen neutralen und unpolitischen Blick in der Sache."
In beiden bisherigen Prozessen hatte die nach eigenen Aussagen unpolitische Sängerin die Vorwürfe zurückgewiesen.
Titelfoto: David Hammersen/dpa

