Michael Mittermeier expandiert: Neuer Comedy-Club jenseits der Alpen

München/Wien (Österreich) - Seit Jahrzehnten steht Stand-up-Künstler Michael Mittermeier (60) auf der Bühne. Bei Comedy-Formaten wie "RTL Samstag Nacht" oder der "Bully-Parade" war er ein gefeierter Gast, erreichte ein riesiges Publikum. Heute betreibt er in München den "Lucky Punch Comedy Club". Einzelne Shows findet man davon sogar in der ARD-Mediathek. Nun expandiert er – nach Österreich. Aber: warum?

Stand-up-Comedian Michael Mittermeier (60) steht seit Jahrzehnten auf den Bühnen. Inzwischen hat er mit dem "Lucky Punch Comedy Club" eigene – und das nicht mehr nur in Deutschland.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mit dieser Frage steigt die "Zeit" im Interview mit dem 60-Jährigen ein.

Die Antwort ist überraschend einfach und – so sehr beide Seiten es vielleicht gerne abstreiten – naheliegend für Bayern und Österreicher.

"Österreich war für mich immer, und das meine ich sehr positiv, eine Erweiterung von Bayern. Ich fühle mich hier daheim", gesteht der Comedian seinen Gesprächspartnern. Die Sprachbarriere – besser gesagt: Dialekt-Hürde – ist bei der transalpinen Nachbarschaft entsprechend quasi nicht existent.

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Ein Vorteil für den Künstler und seine Besucher.

Mittermeier erinnert sich, wie er bereits in den Achtzigern in Österreich auftreten konnte. Als einer der wenigen deutschen Spaßvögel.

Denn für die meisten wäre Österreich ein hartes Pflaster gewesen. "Gerade die Wiener, die waren schon tough. Das war ungefähr so, wie wenn ich als Bayer in Berlin gespielt habe."

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Wien ist die logische Konsequenz auf den Erfolg in München

Der "Michl" fühlt sich nicht nur in Deutschland wohl. Österreich nimmt er nach eigenen Aussagen als zweite Heimat wahr.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Doch nicht nur er konnte die Österreicher von sich überzeugen. Auch er lernte als Zuschauer von Auftritten wie dem Kabarettisten Josef Hader (64).

Dieser ist seinerseits aktuell mit seinem Programm "Hader on Ice" im Freistaat unterwegs, war zuletzt unter anderem in Straubing und hat noch Locations beispielsweise in Passau, Fürth und Regensburg auf dem Zettel.

Die Verbindung ist also gegenseitig erkennbar. Und für Mittermeier ist es nicht nur eine logische Konsequenz, sondern auch ein Gefühl, nach Wien zu expandieren.

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Ihm sei schon immer klar gewesen: Sollte der Club in München laufen und eine zweite Stadt ins Gespräch kommen, wird es Wien sein.

Zwei bis drei Tage pro Woche soll nun der Club geöffnet haben. In einem Jahr sollen sieben Shows pro Woche laufen.

Und auf der Bühne möchte er zu 80 bis 90 Prozent österreichischen Comedians eine Plattform bieten.

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