Berlin - Manchmal schreibt das Leben die schönsten Liebesgeschichten ganz unerwartet. Schauspielerin Gerit Kling (61) fand ihr privates Glück erst mit 49 Jahren – nach einer schmerzhaften Trennung und in einer Phase, in der sie mit einer neuen Beziehung eigentlich längst abgeschlossen hatte.
Nach der schmerzhaften Trennung und einer Zeit voller Tränen zogen Gerit Kling und ihr Sohn einen Schlussstrich. Ihr Plan: nach vorn blicken und sich einen lange gehegten Traum erfüllen. Also kauften sie sich ein Boot.
"Wir machten beide den Bootsführerschein und fanden dieses Boot im Internet. Ich bat meinen besten Freund Kai und Leon (Sohn), das Boot zu übernehmen und zu dem von mir angemieteten Steg zu bringen", erinnert sie sich in ihrer Kolumne zurück.
Und so nahm das Schicksal seinen Lauf: Über ihren besten Freund Kai, der Wolfi noch aus alten Zeiten kannte, kreuzten sich schließlich ihre Wege. "Und da Wolfis Haus direkt an der Havel liegt, bat Kai ihn um Hilfe. Wolfi brachte das Boot zu meiner Stegstelle, fuhr danach meinen Sohn nach Hause – und lud mich am Ende auch noch zum Grillabend ein", erklärt die 61-Jährige.
"Ich hatte null Interesse. Ich wollte niemanden kennenlernen. Die Trennung war zu frisch. Zu unschön.", gesteht die Schwester von Schauspielerin Anja Kling (56). Doch ihr bester Freund gab nicht auf und überzeugte sie schließlich, zumindest "aus Anstand" der Einladung zu folgen.
Gerit Kling über den Beginn einer großen Liebe
Noch nie habe ein Mann so für sie gekocht. Und auch danach ließ Wolfi nicht nach: Er entzündete eine Feuerschale, rundherum standen Liegen unter dem warmen Augusthimmel.
"Und ich merkte, wie sich langsam etwas in mir löste. Ein kleines bisschen Ruhe. Ein kleines bisschen Zuhause", so Gerit.
Nach diesem Abend blieb der Kontakt bestehen – die beiden trafen sich immer häufiger und kamen sich dabei näher. "Amor hatte irgendwann doch noch getroffen. Nicht sofort, nicht spektakulär – aber gründlich", betont die Schauspielerin.
2016 folgte die Hochzeit. "Wir waren beide – und sind es noch – unsterblich verliebt", so die "Notruf Hafenkante"-Bekanntheit.