"Lola rennt"-Star Franka Potente spricht über finanziellen Druck: "Kann mir meine Rollen nicht mehr aussuchen"
Berlin/Los Angeles - Sie schaffte den Sprung von Deutschland nach Hollywood und gehört dort seit mehr als 25 Jahren zum Filmgeschäft. Doch nun gesteht Franka Potente (51), warum sie bei der Rollenwahl keine großen Ansprüche mehr stellen kann.
"Viele meiner Schauspieler-Freunde hier sind arbeitslos. Einige sind sogar mit vierzig zurück zu ihren Eltern gezogen, weil sie sich L. A. nicht mehr leisten können", erklärt die 51-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur.
Auch sie selbst kann es sich nicht immer leisten, ein Rollenangebot auszuschlagen: "Wenn's geht, klar. Wenn ich aber ewig nicht gearbeitet habe und mal wieder etwas machen muss, sage ich eben doch zu."
Eigentlich stand für Franka Potente der Wechsel hinter die Kamera fest, doch für ihre zwei Töchter schlug sie einen anderen Weg ein. Da die öffentlichen Schulen nicht so gut seien, gehen ihre Kinder auf eine Privatschule. "Die war noch am billigsten, aber das Geld muss ja trotzdem irgendwie reinkommen. Also arbeite ich wieder als Schauspielerin", betont die "Lola rennt"-Bekanntheit.
Dennoch stellt sie klar: "Wenn ich ein, zwei große Projekte im Jahr habe, meine Rechnungen zahlen und mit den Kids in den Urlaub fahren kann: wonderful." Wenn ihr jemand jedoch genug Geld geben würde, könnte sie auch ohne entspannt leben.
Franka Potente spricht erstmals über Ehe-Aus
Nicht nur beruflich lief es für Franka schwierig, auch privat hatte sie mit einigen Hürden zu kämpfen: Vor drei Jahren ging ihre Ehe nach 14 gemeinsamen Jahren mit Schauspielkollege Derek Richardson (50) in die Brüche.
Laut der "Zeit" leben die beiden bereits seit drei Jahren getrennt. Trotz Trennung verstehen sich beide offenbar gut und kümmern sich gemeinsam um ihre Töchter Poppy (15) und Georgie (13). Ihren Lebensmittelpunkt hat die Familie weiterhin in Los Angeles.
2023 habe sie außerdem die Diagnose Brustkrebs erhalten. "Der Ansporn war immer: Ich will nicht sterben. Jeder findet seinen eigenen Umgang mit der Krankheit. Einen Monat lang im Bett zu liegen und nur Serien zu schauen, wenn es einem damit besser geht, ist vielleicht auch okay", erklärte sie in einem damaligen Interview.
Inzwischen ist die Schauspielerin laut eigener Aussage krebsfrei, auch wenn sie regelmäßig zur Nachkontrolle muss.
Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

