Nach Suff-Fahrt: Ex-Bundesliga-Star von englischem Gericht verurteilt
Birmingham - Marvin Ducksch (32) - Profi von Birmingham City - wurde zu 16.000 Pfund Geldstrafe (ca. 18.500 Euro) verdonnert. Der ehemalige Stürmer von Werder Bremen verursachte am Ostermontag einen schweren Autounfall unter Alkoholeinfluss.
Doch das ist nicht alles, was Ducksch wegen seiner Suff-Fahrt büßen muss.
Neben der Geldstrafe erwartet den 32-Jährigen ein 14-monatiges Fahrverbot, sowie eine Schmerzensgeldzahlung.
Der Fußballer, der zwischen 2016 und 2018 beim FC St. Pauli unter Vertrag stand, muss zusätzlich jeweils 1000 Pfund an die beiden weiblichen Opfer des Unfalls blechen.
"Sie können sich erstens glücklich schätzen, dass Sie nicht getötet wurden, und zweitens, dass die anderen Fahrer nicht getötet wurden. So ernst ist diese Angelegenheit", hätte John Kiely, der Vorsitzende des Disziplinarausschusses am Amtsgericht in Leamington Spa gegenüber Ducksch betont. Das berichtete der Weser Kurier.
Ducksch war am Ostermontag gegen 22.30 Uhr in der Nähe des Trainingsgeländes von Birmingham City mit zwei weiteren Autos zusammengekracht. Er war anschließend vorläufig festgenommen worden.
Die Polizei führte einen Alkoholtest durch und stellte 1,06 Promille bei dem Profifußballer fest. Die erlaubte Grenze liegt in England bei 0,7.
Ducksch will Musik wechseln und baut Unfall
Der Stürmer gab als Grund für den Zusammenstoß an, die Musik in seinem Auto wechseln und einem auf der Straße liegenden Ast ausweichen wollen.
Seine Anwältin Julia Morgan betonte, dass Ducksch sich unmittelbar nach dem Unfall "tadellos" verhalten habe.
Sie betonte, dass der 32-Jährige bis zum Eintreffen der Polizei gewartet und sich um die beiden Frauen, die durch den Unfall verletzt wurden, gekümmert habe.
Glücklicherweise erlitten beide keine schweren Verletzungen. Eine von ihnen hatte Nasenbluten und eine kleinere Verletzung an Daumen und Stirn.
Ducksch spielt seit August 2025 für den englischen Traditionsklub. Beim englischen Zweitligisten erzielte er in 33 Ligaspielen zehn Treffer. Birmingham schloss die Saison auf Platz zehn ab.
Erst vor kurzem hatte er seine ehemaligen Kollegen an der Weser besucht. "Meine Saison in England ist vorbei, die hier nicht. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt und die Kollegen besucht", sagte Ducksch damals zur Bild.
Titelfoto: Bildmontage: Matthew Cooper/PA Wire/dpa, Carmen Jaspersen/dpa

