Nick Carter soll eine 17-Jährige vergewaltigt haben - Anklage!

San José (Kalifornien) - "Backstreet Boys"-Star Nick Carter (42) sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der 42-Jährige soll im Jahr 2001 ein minderjähriges, autistisches Mädchen vergewaltigt haben.

"Backstreet Boys"-Sänger Nick Carter (42) wird beschuldigt, im Jahr 2001 ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. (Archivbild)
"Backstreet Boys"-Sänger Nick Carter (42) wird beschuldigt, im Jahr 2001 ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. (Archivbild)  © KEVIN WINTER/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/Getty Images via AFP

Das Opfer Shannon "Shay" Ruth (39) soll zu dem Zeitpunkt erst 17 Jahre alt gewesen sein, wie aus einer Pressekonferenz hervorgeht, die die heute 39-Jährige am gestrigen Donnerstag (Ortszeit) gemeinsam mit ihren Anwälten auf Facebook veröffentlichte.

"Die letzten 21 Jahre waren gefüllt mit Schmerz, Verwirrung, Frustration, Scham und Selbstverletzung, die eine direkte Folge davon sind, dass Nick Carter mich vergewaltigt hat", so Ruth mit zitternder Stimme.

Weiterhin fährt sie fort: "Obwohl ich autistisch bin und mit einer zerebralen Lähmung lebe, glaube ich, dass nichts mich mehr beeinflusst hat oder einen nachhaltigeren Einfluss auf mein Leben hatte als das, was Nick Carter mir angetan und gesagt hat."

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Nachdem Carter sie vergewaltigt haben soll, soll er sie grob am Arm gepackt und eine "zurückgebliebene Schlampe" genannt haben. Sie fügte hinzu: "Carter hat versucht, mich zum Schweigen zu bringen... er war fies und bedrohlich."

Doch warum meldet sich Shannon Ruth erst nach über 20 Jahren?

Opfer Shannon Ruth veröffentlichte Anschuldigungen gegen Nick Carter auf Facebook

Shannon Ruth zu Missbrauchsvorwürfen gegen Nick Carter: "Ich bin eine Überlebende und werde es immer sein."

Die heute 39-jährige Ruth will mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit andere Frauen vor ähnlichem Leid bewahren.
Die heute 39-jährige Ruth will mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit andere Frauen vor ähnlichem Leid bewahren.  © Screenshot/Facebook/Childhood Sexual Abuse Lawyers

In der Pressekonferenz sagt Shannon Ruth unter Tränen, dass sie Angst gehabt habe, zur Polizei zu gehen, da sie glaubte, "ins Gefängnis gehen zu müssen."

Nach all den Jahren will sie nun "Nick Carter zur Verantwortung ziehen" und ihn daran hindern, "weitere Teenager und Frauen anzugreifen."

"Nur weil Nick Carter eine Berühmtheit ist, heißt das nicht, dass er von seinen Verbrechen entschuldigt ist", schloss die Frau. "Ich bin eine Überlebende und werde es immer sein."

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Auch Ruths Anwalt Mark J. Boskovich ergriff das Wort und unterstützte seine Mandantin. Er bestätigte, dass es drei weitere Frauen mit ähnlichen Erfahrungen gebe, in einer gemeinsamen Klage mit Ruth auftreten.

Wer genau diese Frauen sind, ist bislang nicht bekannt.

Musikindustrie habe bei Nick Carter (und vielen anderen) Geschichte des "Wegschauens"

Die "Backstreet Boys" galten einst eine der beliebtesten Boy-Bands weltweit. Es wäre kein Wunder, wenn Verantwortliche bei Problemen dieser Natur bei den Jungs auch mal ein Auge zugedrückt hätten. (Archivbild)
Die "Backstreet Boys" galten einst eine der beliebtesten Boy-Bands weltweit. Es wäre kein Wunder, wenn Verantwortliche bei Problemen dieser Natur bei den Jungs auch mal ein Auge zugedrückt hätten. (Archivbild)  © Juan Barretto/AFP

"Nick Carter hat eine lange Geschichte des Missbrauchs von Frauen", behauptete der Anwalt und fügte hinzu, dass die Musikindustrie angeblich eine Geschichte des "Wegschauens" habe.

"Shay ist entschlossen, Carter vor Gericht zu bringen", sagte Boskovich. "Sie glaubt, dass es das wert ist, um andere Frauen zu schützen."

In der Klageschrift, welche Page Six vorliegt, schildert das mutmaßliche Opfer wie sie nach einem Konzert in Tacoma im US-Bundesstaat Washington in den Tourbus des Sängers eingeladen wurde.

Der "I Want It That Way"-Interpret habe ihr dann ein "rot gefärbtes Getränk" angeboten, welches er als "VIP-Saft"bezeichnete. Alles, obwohl er sich des Alters seiner Bekanntschaft wohl bewusst gewesen sein soll.

Kurz darauf soll Carter sein Opfer gezwungen haben, Oralsex an ihm zu performen und sie anschließend unter Tränen und obwohl sie zu dem Zeitpunkt Jungfrau war, in seinem Tourbus weiter sexuell missbraucht haben.

Nicht die ersten Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen Nick Carters

Melissa Schuman (38, l.), Ex-Mitglied der Girlband "Dream", machte 2017 ähnliche Vorwürfe gegen Nick Carter (42) öffentlich.
Melissa Schuman (38, l.), Ex-Mitglied der Girlband "Dream", machte 2017 ähnliche Vorwürfe gegen Nick Carter (42) öffentlich.  © Amanda Edwards/Getty Images North America/Getty Images via AFP

Nick Carter selbst hat sich bislang nicht zu der Anklage geäußert. Die Vorwürfe sind allerdings nicht die ersten ihrer Art.

Im Jahr 2017 behauptete das ehemalige "Dream"-Mitglied Melissa Schuman (38), Carter habe sie sexuell missbraucht, als sie 18 Jahre und er 22 Jahre alt war.

"Ich sagte ihm, dass ich noch Jungfrau sei und keinen Sex haben wolle", schrieb die "He Loves U Not"-Sängerin damals in einem Blogpost. "Ich sagte ihm, dass ich mich für meinen zukünftigen Ehemann aufsparen würde. Ich habe es immer und immer wieder gesagt. Er flüsterte mir ins Ohr, um mich zu verführen: 'Ich könnte dein Mann sein.'"

Der Sänger dementierte die Anschuldigungen damals und entgegnete: "Melissa hat mir gegenüber nie geäußert, dass das, was wir getan haben, nicht einvernehmlich war, weder als wir zusammen waren, noch zu irgendeinem Zeitpunkt danach. Wir haben später einen Song aufgenommen und sind zusammen aufgetreten, und ich habe Melissa immer respektiert und unterstützt, sowohl persönlich als auch beruflich."

Carter wurde in diesem Fall nie strafrechtlich belangt.

Die Anschuldigungen von Shannon Ruth kommen nur wenige Wochen nach dem tragischen Tod von Carters kleinem Bruder Aaron Carter (†34).

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Facebook/Childhood Sexual Abuse Lawyers, Kevin Winter/Getty Images North America/Getty Images via AFP

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