Olaf Schubert erklärt die Welt: "Man nimmt ein Tier und stopft es sich selbst in den Ar***"

Leipzig - Er ist wohl der bekannteste Sachse am Comedy-Himmel und bringt deutschlandweit die Menschen zum Lachen: Olaf Schubert (55), selbsternannter Betroffenheitslyriker und Wortakrobat. Im MDR-"Riverboat" erzählt er von seinem neuen Buch und warum er Moderator Jörg Kachelmann (64) seine neue Show zu verdanken hat.

Olaf Schubert (55) erklärt in seinem Buch "Olaf Schubert bewertet die Schöpfung" die Welt. (Archivbild)
Olaf Schubert (55) erklärt in seinem Buch "Olaf Schubert bewertet die Schöpfung" die Welt. (Archivbild)  © Petra Hornig

"Olaf Schubert bewertet die Schöpfung" heißt das neue Werk von Michael Haubold, der gebürtig aus Plauen stammt und die Figur Olaf Schubert einst erschaffen hat. Darin bewertet er alles, was man eben so bewerten kann, von der Achselhöhle über die Bockwurst bis hin zu den Ronnys und Ulfs dieser Welt.

Nicht dass dies nicht schon andere versucht haben, doch im Grunde haben die offenbar alle keine Ahnung. "Von daher wurde es zwingend erforderlich, dass eine kompetente Instanz die relevanten Dinge nun endlich professionell und endgültig bewertet", heißt es im Vorspann seines Buches. Nur ein Olaf Schubert sei dazu in der Lage, "solch eine Herkulesaufgabe zu stemmen".

Besonders interessiert Jörg Kachelmann, warum sich Schubert so intensiv mit der Wurst beschäftigt, schließlich sei Plauen nicht die klassische Wurst-Region...

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Olaf Schubert Neues Buch! Olaf Schubert hat in die Tasten gehauen

Dieses wichtige Kriterium der Schöpfung "ist ja was Metaphysisches, wenn man wirklich drüber nachdenkt", so der Dresdner. "Man nimmt ein Tier und stopft es sich selbst in den Darm, also das Tier wird sich selbst in den Arsch geschoben. [...] Also ich glaub nicht, dass das den Tieren gefällt."

Trotz der etwas makaberen Thematik sorgt der Comedian mit seinem unverkennbaren Dialekt und seiner sympathischen Verpeiltheit für Gelächter unter den anderen Gästen und im Publikum.

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Der Comedian aus Sachsen steht außerdem mit seinem aktuellen Programm "Zeit für Rebellen" auf der Bühne.
Der Comedian aus Sachsen steht außerdem mit seinem aktuellen Programm "Zeit für Rebellen" auf der Bühne.  © PR/Olaf Schubert

"Und deswegen ist auch in meinem Leben der Vegetarismus oder wie sagt man so schön... der Salatismus eingezogen", so der dreifache Gewinner des Deutschen Comedypreises weiter. Immerhin versuche auch seine Tochter, sich vegetarisch zu ernähren.

"Sie merkt, das ist gar nicht so leicht, wenn man es gewohnt war, jeden Morgen ein Kilo Hackepeter ins Müsli zu mischen", erheitert er die Umsitzenden weiter. Ob er damit vielleicht mehr sich selbst meinte? Unklar...

Apropos Kinder: Ist es für seine Kinder von Vor- oder Nachteil, Sohn oder Tochter von Olaf Schubert zu sein, will Kachelmann wissen. "Das sollte man sie in zehn oder 20 Jahren selber fragen", findet der 55-Jährige. "Ich versuche schon auch, was zu vermitteln, ich weiß nur nicht was", grinst er und muss über sich selbst schmunzeln. Gelächter.

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Bewerten macht Schubert offenbar sowieso am meisten Spaß, denn in seiner neuen MDR-Show "Rumms! Die News Show" wird er genau das mit Nachrichten und deren Hintergrund und Bedeutung tun.

Und profitiert dabei wohl davon, dass Kachelmann dem "Riverboat" am kommendem Jahr den Rücken kehrt. "Mit meinem gesparten Honorar im nächsten Jahr wird Olaf Schubert finanziert", witzelt der. "Ich hoffe, das reicht", kann sich der Komiker nicht verkneifen.

Die erste Folge der neuen Show seht Ihr am heutigen Samstagabend um 23.10 Uhr im MDR oder in der Mediathek. Dort findet Ihr auch die ganze Folge vom "Riverboat".

Titelfoto: Bildmontage: PR/Olaf Schubert, Screenshot/Facebook/Olaf Schubert

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